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Die "Testosteronlüge" - eine Klarstellung

Testosteron ist wieder einmal in die Schlagzeilen gekommen, und mit ihm – als dessen Produkt - der Mann, Männlichkeit und Sexualität an sich. Ein Buch, in dem das Männerhormon Testosteron in Grund und Boden verdammt wird, schaffte es in Österreich bis auf die Titelseite der Boulevardpresse, wo unter dem Titel die „Testosteronlüge“ alle Mythen bedient werden, die zu diesem Thema zu finden sind. Zum Schluss fragt man sich wie es denn passieren konnte, daß die Genialität der Evolution sich einen solchen Fauxpas leisten konnte wie die Hervorbringung von Testosteron.

 

Die Realität allerdings ist ganz anders.

 

Entwicklungsgeschichtlich ist Testosteron noch ziemlich neu auf unserem Planeten. „Neu“ ist in diesem Zusammenhang die kurze Zeitspanne von 500 Millionen Jahren, - „kurz“ jedenfalls im Vergleich zu jenen 3,3 Milliarden Jahren, in denen es kein Y-Chromosom gab und somit auch kein Testosteron. Damals war der Planet noch friedlich, es gab keine Kriege, keine Machtkämpfe und auch keine Sexualität. Leider gab es aber auch Stagnation, die damaligen Lebewesen vermehrten sich lustlos durch Zellteilung, die junge Generation war, - von einigen Zufallsmutationen abgesehen, - das idente Ebenbild der vorhergehenden Generation und konnte sich nicht weiterentwickeln. Es ist Wissenschaft, dass es in jenen 3,3 Milliarden Jahren ohne Testosteron evolutionsbiologisch so gut wie keinen Fortschritt gab, während die „Erfindung“ des Testosteron die Evolution beflügelte: in dieser relativ kurzen Epoche entwickelte sich das Leben auf der Erde vom primitiven Mehrzeller bis zum Menschen.

 

Die „Erfindung“ des Testosteron war die Geburtsstunde der Sexualität. Sexualität impliziert Zweigeschlechtlichkeit, die wiederum bedeutet, dass die Generierung neuen Lebens mit der Verschmelzung der Erbanlagen zweier verschiedener Lebewesen verbunden ist. Für die Evolution war das der Schlüssel zum Erfolg, ein Masterplan!

 

Zweifelsohne entwickelt sich die Zivilisation des Menschen anders als dies von der Evolution geplant war. Man nennt dies die „Dissoziation – das Auseinanderdriften – von Evolution und Zivilisation“. Das Ziel der Evolution ist ihre eigene Optimierung, sie funktioniert nach dem „Prinzip des Rechtes des Stärkeren“, das – zweifelsohne - der Menschheit schon viel Leid beschert hat.  Und auch wenn die Menschen es noch nicht geschafft haben sich von diesem Prinzip zu verabschieden, - dass sie es nicht geschafft hat beweisen Konflikte, Krisen, Krieg, Machtkämpfe, Eifersucht und die dem Menschen eigenen Gier -, wird in vielen philosophischen Denkmodellen eine Realität beschworen, die es nicht gibt, nämlich die ohne Testosteron.

 

Der Mensch funktioniert aber nach uralten Ritualen, die sich durch Unterweisung nicht verändern lassen. Während Geisteswissenschaftler die geschlechtslose Gesellschaft entwerfen und Geschlecht als rein soziales (erziehungsbedingtes) Konstrukt sehen wollen, ziehen sich in der Sexualität genau jene Gegensätze an, die eben diese Geisteswissenschaftler als überwunden darzustellen versuchen.

 

Die Praxis des Sexualwissenschaftlers beweist dass Östrogene sich nach Testosteron sehnen, und Testosteron sich nach Östrogenen.

Die Genialität der Evolution ist vollkommen, nichts und niemand kann sie außer Kraft setzen (ach, wie oft ist das bereits versucht worden!), es sehnt sich der Mann nach der Frau und die Frau nach dem Mann. Und je verschiedener das Gegenstück ist, desto größer das Begehren.

„Liebe ist, jemanden gefunden zu haben, der nicht so ist wie man selbst!“ – dieses Paradigma hat auch heute seine Gültigkeit und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass das  auch in der Zukunft so sein wird.

 

Zurück zum Anfang: Testosteron hat die Evolution maßgeblich weitergebracht und auch der Menschheit durch Jahrmillionen das Überleben gesichert. Deshalb ist es nicht akzeptabel, dass dieses Hormon unter Generalverdacht gerät, zumal ja Ärzte damit arbeiten müssen.

 

Testostern macht aggressiv im Sinne von neugierig und explorativ, es macht nicht gewaltbereit. Unprovozierte Gewaltbereitschaft ist immer die Folge eines Defizits in der Persönlichkeitsstruktur oder allenfalls die Folge eines falschen Umganges mit diesem Hormon, der natürlich ab zu lehnen ist.

 

Testosteron animiert zu Forschungsdrang und prägt die Sexualität des Mannes in Richtung Extrovertiertheit und Lust. Doch!?: sind das nicht genau jene Eigenschaften, die Frauen an Männern so lieben?

 

Tel Aviv, Israel, am 30. April 2015,

überarbeitet in Mykonos, am 13. Juni 2018

 

Dr. Georg Pfau

www.sexualmedizin-linz.at

www.maennerarzt-linz.at

 


 

 
 
 
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