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Pubertät und Testosteron

PUBERTÄT - Das sichtbarste Zeichen für die umfassende Wirkung von Testosteron auf den Männerkörper

Die Pubertät ist ein ganz besonderer Zeitabschnitt im Leben eines jungen Mannes. Sie ist ein praktikables Beispiel für die umfassende Bedeutung des Testosterons für den Männerkörper und lässt vage vermuten, wie sehr Testosteronmangel einen Mann in die Krise stürzen kann.

Selbstverständlich wird auch der Eintritt der Pubertät vom Zentralnervensystem geregelt. Unter dem Einfluss des Pubertätsgens GPR 54 wird vom Hypothalamus ein Hormon (LHRH) sezerniert, welches zur Ausschüttung von LH führt und in weiterer Folge die Hoden anregt, das erste Testosteron zu produzieren. Buben haben ihren ersten Samenerguss zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr. Dieser Vorgang ist an gewissen Gegebenheiten gebunden, so muss  Forschungen zufolge  der Körperfettanteil mindestens 17% betragen. Auch das Melatonin scheint in die Pubertätsauslösung eingebunden zu sein. Wir wissen, dass die Unterdrückung der Melatoninsekretion den Pubertätsbeginn nach vorne verlegt.

Was dann passiert ist für den jungen Mann eine große Belastung, denn nichts bleibt wie es war. Innerhalb weniger Monate wird er von Kind zum geschlechtsreifen Mann. Das vorhandene Testosteron führt nicht nur zu den sichtbaren äußeren Veränderungen am Körper, es verursacht auch eine Neuorganisation des Gehirns. Dies stellt eine große Herausforderung für den betroffenen Jungen dar, da sich die Sichtweise der Dinge, das Selbstverständnis des Lebens an sich und auch die Emotionalität völlig verändern.

Weil in dieser schwierigen Phase eben für jede Menge Konflikte gesorgt ist, habe ich mich bemüht, mit diesem Kapitel ein wenig Licht in die geheimnisvollen Vorgänge der Pubertät zu bringen. Damit von beiden Seiten, dem adoleszenten Jungen und dessen Eltern vielleicht ein wenig mehr Verständnis für auftretende Schwierigkeiten aufgebracht wird.

Das „National Institute of Mental Health“ in Bethesda, USA, hat die Vorgänge im Gehirn pubertierender Jugendlicher genau untersucht. Es hat sich dabei herausgestellt, dass die „Graue Masse“ des Gehirns in dieser Zeit einen Wachstumsschub erfährt, sodass der heranwachsende Jugendliche über die größte Hirnmasse seines Lebens verfügt. Danach, das heißt schon ab dem 18. Lebensjahr,  setzt ein langsamer, lebenslanger Schrumpfungsprozess ein, der als Alterungsprozess interpretiert werden muss. Auch hier sieht man also deutlich, dass der Mensch bereits nach Erreichen seiner Geschlechtsreife zu altern beginnt. (Anmerkung: auch der Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron beginnt bereits ab dem 20. Lebensjahr langsam zu sinken. Dies ist deswegen erwähnenswert, weil sehr häufig fälschlicherweise behauptet wird, dass der Abbau des Testosteronspiegels erst mit 40 begänne.)

Die Volumszunahme des Gehirns ist nicht nur durch die Neubildung von Nervenzellen verursacht, sondern auch durch die Bildung neuer Verschaltungen zwischen den Nervenzellen, so genannter Synapsen. Nicht nur die graue Substanz (des Gehirns) nimmt also an Masse zu, sondern auch die weiße. Das jugendliche Gehirn besitzt nun die besten Voraussetzungen für eine intellektuelle Entwicklung, wobei nicht verwendetet Neuronen zu verkümmern beginnen.

Es kommt also gerade in dieser Zeit darauf an, den heranwachsenden Jungen zu fordern und zu fördern. Denn dann wird das Gehirn seine Möglichkeiten ausschöpfen und auf die vorhandenen Resourcen zurückgreifen, wahrend nicht geforderte Jungen die möglichen Chancen zu verpassen drohen. Diese persönlichen Entwicklungschancen oder deren Missachtung nennt man „Neuronalen Darwinismus“, einmal mehr gilt der Stärkere gewinnt. Der Stärkere ist in diesem Fall der, der mehr Förderung erfährt.

Während der Adoleszenz justiert das Gehirn die Kanäle neu, auf denen Informationen und Emotionen transportiert werden. Dieser Entwicklungsprozess dauert länger als die organischen Veränderungen…, der junge Mann muss sich auf die neuen Gegebenheiten erst einstellen.

Der Nucleus accubens ist das Belohn.- und Wohlfühlzentrum des Gehirns. Er ist beim adoleszenten  Mann noch unreif und dies ist der Grund für seine erhöhte Risikobereitschaft. Jungs brauchen um sich selbst zu belohnen sehr viel mehr „Kick“ als ältere. Teenager reagieren aber nicht nur anders, sondern auch langsamer als reifere Geschlechtsgenossen. In der Zeit zwischen dem 12. + 18. Lebensjahr geht die Geschwindigkeit, Emotionen Dritter zu erkennen um bis zu 20% zurück. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der junge Mann für die Sorgen und Nöte seiner Umgebung relativ weniger übrig hat.

Alles nur eine Frage der Hormone?

Definitiv nein. Denn die Hormone sind lediglich verantwortlich für die Herstellung der „Software“. Was und wie viel dort hineingepackt wird, bestimmt der Heranwachsende selbst und weil der noch nicht in der Lage ist, die Situation zu erkennen, sind wohl die Eltern im besonderen Ausmaß gefordert.

Die Pubertät bringt die optimalen Voraussetzungen für die weitere emotionale und rationale Entwicklung eines heranwachsenden Jungen.

Diese Formbarkeit birgt aber auch die Gefahr der Verletzlichkeit, - jede Chance kann auch zum Versäumnis werden. Denn es hängt davon ab, ob ein Jugendlicher die Zeit vorm Fernseher oder einem Computerspiel verbringt, oder beim Erlernen eines Musikinstrumentes oder einer Fremdsprache. Wissenschafter wissen – und das gilt auch für ältere Leute – dass Wissensreproduktion, wie zum Beispiel Fernsehen oder Radiohören – das Gehirn nicht wirklich weiterbringt. Erst aktives Erarbeiten von neuem Wissen kann die Leistungsfähigkeit des Zentralnervensystems verbessern.

Aus wem wird wohl der Begabtere und sozial Intelligentere werden? Aus einem Burschen der mutterseelenalleine vorm Computer sitzt und sich möglicherweise täglich niederkifft oder aus einem Jungen der sich in der Jugendgruppe dem Sport hingibt?

 

© Dr.Georg Pfau 2006

 

 
 
 
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