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Führt Testosteron zu Herzinfarkt oder Schlaganfall?

René ist ein 23 -jähriger Mann. Durch eine Verkettung widriger Umstände hatte er bereits in sehr jungen Jahren beide Hoden verloren. Den einen schon als 10 - Jähriger nach einer Hodentorsion, den anderen erst vor zwei Jahren wegen Hodenkrebs. René bekommt natürlich regelmäßig Testosteronspritzen, hat aber nach der Operation niemals wieder zu seiner ursprünglichen Form zurück gefunden. "Herr Doktor" erzählte er in der Sprechstunde, "ich bin in meiner Heimatstadt bei einer Urologin in Behandlung und eigentlich sehr zufrieden. Doch in letzter Zeit haben wir - ich und die behandelnde Ärztin - Meinungsverschiedenheiten, denn obwohl der gemessenen Testosteronspiegel auch in der Meinung der Ärztin sehr gering ist (der letzte Wertt war deutlich unter 3,0 ng/ml), möchte sie mir die Dosis des verabreichten Testosterons nicht erhöhen." "Was ist Ihnen lieber" sagte sie bei der letzten Konsultation, "ein bisschen weniger Testosteron oder einen Herzinfarkt mit 35?!"

 

Das war also die Frage: ausreichend Testosteron oder cardiovasculäre Komplikationen? "Was würden Sie mir raten?", fragte mich der junge Patient.

 

Das Gerücht, Testosteron führe zu cardiovasculären Komplikationen (das sind Komplikationen im Gefäßsystem mit der Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden) kursiert schon seit langem und wird immer wieder benützt, den Patienten notwendiges Testosteron vor zu enthalten. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Testosteron hat auf die Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall einen günstigen Einfluss. Es ist also für testosteronstarke Männer weniger wahrscheinlich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden als für Männer mit Testosteronmangel.

 

Ich zitiere aus dem Journal der ESSM, der Europäischen Gesellschaft für Sexualmedizin. In der Ausgabe vom Juli 2011 schreiben die Herren Giovanni Corona, Mario Maggi und Frau Guilia Rastrelli über "Testosterone and cardiovascular disease", sie beleuchten hier das testosteronbedingte Risiko für cardiovasculäre Erkrankungen.

Ich zitiere aus dem Text: "Obwohl eine Andropause beim Mann nicht existiert, sind viel Männer mit einem alterungsbedingten Testosteronabfall konfrontiert. Dabei zeichnet sich ein Zusammenhang zwischen niedrigem Testosteron und cardiovasculären Erkrankungen ab. Es ist aber nicht so einfach heraus zu finden, was hier die Ursache und was die Folge ist. Obwohl niedriges Testosteron als Ursache für die Entstehung cardiovasculärer Erkrankungen gelten kann, ist auch der umgekehrte Weg möglich. Man kann spekulieren, dass übergewichtsbedingter Testosteronmangel eine Art adaptiver Mechanismus ist. Tatsächlich können wir nicht ausschliessen, dass der niedrige Testosteronwert eine Art Schutzmechanismus für übergewichtige Männer darstellt indem er testosteronbedingte Aktivitäten (wie zB Sexualität und anstrengende Arbeit) abstellt, die in Falle von Übergewicht nicht zumutbar sind."

 

Übergewichtige Patienten haben weniger Testosteron als schlanke, das wissen wir schon lange. Die Idee, dass dies so gewollt ist, um die Männer vor zu anstrengenden Tätigkeiten zu schützen, ist interessant. Zweifelsohne sollte man

als Arzt hier vorsichtig sein. Gebe ich einemübergewichigen Mann Testosteron steigert man dessen Aktivität. Und das kann natürlich nicht gewünschte Auswirkungen haben. Der übergewichtige Mann könnte durch Testosteron in eine Situation gebracht werden, der er rein körperlich nicht gewachsen ist.

 

Zweifelsohne sind das gewichtige Argumente! Doch auch in diesem Paper ist eindeutig festgehalten, dass Testosteron nicht zu cardiovasculären Komplikationen führt. Es seht lediglich geschrieben, dass eine Testosteronsubstitution durch die Aktivitätssteigerung gefäßkranker, übergewichtiger Männer einen Herzibfarkt (oder Schlaganfall) auslösen könnte. Compris?

 

Für den Fall unserers jungen Mannes hat diese Erkenntnis nur eine Auswirkung: man solle ihm einen ausreichenden Spiegel an Testoseron ermöglichen. Alles andere ist Unsinn und eigentlich unseriös!

 
 
 
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