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Wenn "er" nicht will

"HSDD" steht für Hypoactive Sexual Desire Disorder, was so viel heißt wie „zu geringe Lust am Sex“, vorausgestezt für dies Diagnose ist ein leidensdruck des Betroffenen oder auch des Beziehungspartners.
Ein Arzt, der von einem HSDD spricht, denkt dabei an seine weiblichen Patienten, es handelt sich also in der Medizin um ein weiblich besetztes Krankheitsbild. Das ist allerdings ein Mythos.
So einfach kann man sich das nicht machen!

Wenn es überhaupt ein HSDD gibt, was gar nicht sicher ist, dann sehr wohl auch beim Mann! In der sexualmedizinischen Sprechstunde sind es etwa zu zwei Drittel Männer, die sich über eine zu gringe sexualle Auslastung beklagen, das dritte Drittel sind aber die Frauen.

Was heisst eigentlich "zu wenig"?
Es ist bis heute nicht geklärt, was in der Sexualität eines Pärchens als „normal“ zu bezeichnen ist. Das ist natürlich auch gewollt, denn man muss sich guten rechts dagegen wehren, Normen auf zu stellen. Wir können bestenfalls mit Durchschnittswerten aufwarten, aber sind Durchschnittswerte tatsächlich anwendbar? Jedes Pärchen muss doch seine eigene Sexualität entwickeln, und es ist nicht zulässig, eine gewisse, an Durchschnittswerten orientierte Leistung als normal hinzustellen. Alles andere als der Durchschnittswert wäre dann anormal? So kann das wohl beim Sex nicht sein!

Aus meiner eigenen sexualmedizinischen Sprechstunde weiß ich, dass sich manche „zu geringe“ Lust einer Frau als „zu große“ Lust eines Mannes herausstellt. Doch auch diese Argumentation hinkt, denn wenn wir nicht wissen, was zu wenig ist, wissen wir auch nicht, was zu viel ist. Die Therapie kann nur in die Richtung gehen, dass ein Pärchen einen Ausgleich schafft, versucht, den Bedürfnissen des Partners möglichst entgegen zum kommen, ohne sich nötigen zu lassen, versteht sich!

DIE MONOGAMIE IST DIE WURZEL ALLEN ÜBELS....
Ich möchte hier kein Plädoyer für die Polysexualität halten, doch aus der Sicht des Biologen, der sich erlaubt, kulturelle und gesellschaftliche Aspekte außer Acht zu lassen, ist natürlich die von unserer Gesellschaft geforderte Monosexualität die Wurzel allen Übels. Männer sind dafür geschaffen, möglichst häufig mit möglichst vielen verschiedenen Frauen Sex zu haben. Das ist das Wesen der Evolution und nur dieses brachte sie auch „weiter“. Wie auch immer: nur ein Gedankenmodell!
Als Sexualmediziner weiß ich, dass der Mensch seine Sexualität kultiviert hat und wenn sich auch manche Aspekte dieser Kultur als kontraproduktiv erweisen, ist sie ein Faktum und somit Bestandteil unseres Lebens.

HSDD BEI MÄNNERN?
Wenn eine Frau, deren sexuelle Lust geringer ist als die ihres Partners an einer HSDD leidet, dann müsste doch auch umgekehrt ein Mann, dessen sexuelle Lust geringer ist als die seiner Frau, an einer HSDD leiden?!
Und das ist nicht so selten! Es fehlen mir statistische Daten zu dieser Thematik, in meiner Praxis ist aber eine HSDD eines Mannes nicht so selten. Jedenfalls kenne ich viele Pärchen, die in die sexualmedizinische Beratung kommen, weil „sie“ mit „seiner“ Lust nicht zufrieden ist.

Dabei ist es auch hier so, dass Männer nicht ein gewisses „Soll“ zu erfüllen haben. Lust ist an viele Faktoren gebunden, die es zu explorieren gilt. Dies ist Sache des Sexualmediziners.

HSDD BEIM MANN - der psychosomatische Aspekt
Auch bei Männern, oder gerade bei Männern, ist Sexualität an psychosomatische Faktoren gebunden. Männer haben den aktiven Part beim Sex zu erfüllen, müssen eine Erektion aufbauen um überhaupt zum Sex, korrekterweise zum Geschlechtsverkehr, fähig zu sein. Schon geringe atmosphärische Störungen in der Beziehung, Leistungsdruck oder eine Störung des Selbstwertes können hier einem noch so willigen Mann einen Strich durch die Rechnung machen. Die Lustlosigkeit kann also tiefere Gründe haben. Es ist daher in allen solchen Fällen eine genaue Exploration der Hintergründe für die Abnahme der Lust durch zu führen. Eine solche Behandlung bedarf therapeutischer Erfahrung und nimmt auch Zeit in Anspruch. Es ist Sache des Sexualmediziners in einem Paargespräch die Ursachen für das Problem heraus zu finden; - oder das Problem selbst zu relativieren und damit zu heilen.

HSDD BEIM MANN - der biologische Aspekt
Der Sexualmediziner ist Arzt und wird daher auch die möglichen biologischen Aspekte rund um den Lustverlust nicht vergessen. Ohne eine Blutabnahme geht daher gar nichts. Dabei sind viele verschiedene Parameter, allen voran aber die Werte der Hoden- und der Schilddrüsenaktivität von Bedeutung. Testosteron ist das Lusthormon und vielen Männern mit einem Mangel an Lust könnte über Testosterongaben geholfen werden.

Umgekehrt wird aber Testosteron nicht helfen, wenn das Problem in der Beziehung liegt.

RESUMÉE
Jedes Problem in der Sexualität eines Pärchens kann auf die Beziehung abfärben und diese in Frage stellen. Egal zu welchem Ergebnis man dann kommt, die „zu geringe“ Lust einer Frau sollte ebenso sexualmedizinisch durchleuchtet werden wie die „zu geringe“ Lust eines Mannes. Das Ziel einer solchen Therapie ist, Missverständnisse auszuräumen, Therapien anzubieten, vor allem aber die Beziehungszufriedenheit zu verbessern. Die Gewinner sind immer Mann UND Frau, vielleicht auch die gemeinsamen Kinder!

Fragen, Anregungen? Ich freuen mich auf Ihren Kommentar oder auch Ihre Anfrage! georg.pfau@me.com oder +43 699/1788 70 50.

 
 
 
ES IST MIR WICHTIG DARAUF HIN ZU WEISEN, DASS ICH ALS AUTOR DIESER WEBSITE UNABHÄNGIG BIN. DIESE WEBSITE IST VON NIEMANDEM GESPONSERT ODER UNTERSTÜTZT, SIE FINANZIERT SICH AUS MEINER TÄTIGKEIT ALS ARZT UND DIEJENIGEN PATIENTEN, DIE ÜBER DIESE HOMEPAGE DEN WEG IN MEINE PRAXIS FINDEN. SIE WERDEN DAHER AUCH KEINERLEI WERBUNG ODER POP-UP`s FINDEN. ES GIBT KEINE VERPFLICHTUNG ZUR RÜCKSICHTNAHME AUF DRITTE, ZUM BEISPIEL PHARMAFIRMEN ODER ANDERE POTENZIELLE GELDGEBER. ICH FÜHLE MICH DER WISSENSCHAFT VERPFLICHTET UND MEINEM GEWISSEN.