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Die Erektionsstörung

Gesunde, junge Männer können darauf vertrauen, dass sie bei Bedarf über harte und ausdauernde Erektionen verfügen. Nur unter diesen Voraussetzungen ist stressfreie Sexualität gewährleistet, die zu jener inneren Zufriedenheit führt, die für die Beziehung und den Mann selbst so wichtig ist.

 

Bild: potente Männer sind schlank und gesund.

Model: Th.Penn


Die funktionierende, harte und ausdauernde Erektion ist das Mass für Schwellkörpergesundheit. Jede Abweichung davon, sei es in der Härte oder der Ausdauer nennt man in der medizinischen Terminologie erektile Dysfunktion, frei übersetzt: nicht ausreichende Penishärte. Der Begriff der Impotenz hat ausgedient und wird allenfalls noch verwendet, wenn wirklich gar nichts mehr "geht".

Die erektile Dysfunktion ist also die Störung der Schwellkörperfunktion. Sie kann die verschiedensten Ursachen haben.

Die Impotenz (lat. Impotentia coeundi) ist der (komplette) Verlust der Schwellkörperfunktion.

Unterschieden werden muss hier noch die Zeugungsunfähigkeit (lat. Impotentia generandi, Synonym: Unfruchtbarkeit), die mit der Fähigkeit zur Penishärte nichts zu tun hat. Es gibt nicht zeugungsfähige Männer mit sehr guter Erektion und Männer mit eD, die sehr wohl zeugungsfähig sind.

In der Fachliteratur hat sich eine Beurteilungsskala für die Fähigkeit zur Erektion durchgesetzt, der Erection Hardness Score (EHS).

Der Erection Hardness Score von Pfizer

1.°: der Penis wird zwar größer, aber nicht hart. Er lässt sich beliebig verbiegen. Die Penetration ist nicht möglich.

2.°: der Penis wird nicht nur größer, sondern auch härter, bleibt aber verbiegbar. Die Penetration (das Einführen in die Scheide) ist nicht möglich.

3.°:der Penis nimmt an Volumen zu, wird auch härter, bleibt aber in sich verbiegbar. Die Penetration ist - ggf. mit manueller Unterstützung - möglich.

4.°:der Penis ist komplett hart, der Schaft lässt sich nicht verbiegen oder eindrücken.


Die erektile Dysfunktion ist ein weitverbreitetes Problem der Männer. Sie hat immer eine Ursache, die herauszufinden Sache des Sexualmediziners ist. Die Diagnose der zugrunde liegenden Krankheit ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Weit über 90% der eD sind psychosomatisch bedingt, nur höchstens 10% sind organisch bedingt.

Die bloße Verordnung von Potenzpillen stellt eine unzulässige Verkürzung der Sexualmedizin dar. Sie behandelt lediglich das Symptom "eD", nicht aber die Ursache.


NORMALER ABLAUF DER EREKTION

Ganz oben im Ablauf der Erektion sitzt Ihr Gehirn. Es ist zwar unsichtbar, ganz anders als Ihr Penis (!), doch ist es dennoch der Sitz Ihrer Sexualität. Sozusagen die Festplatte mit der entsprechenden Software. Diese Software wird von einer Firma namens Evolution vertrieben, - nicht umsonst ein Global Player, ein Weltkonzern! Sie wird ein ganzes Leben lang up-ge-datet und regelt wann und worauf Sie Lust haben. Dieses Gehirn wurde durch hormonelle Einflüsse, durch die Erziehung Ihrer Eltern und Lehrer und durch Ihre Erfahrungen mit Ihren SexualpartnerInnen individuell geprägt, sodass Ihre Erregungsmuster schliesslich streng persönlich sind. Ihre Sexualität folgt natürlich gewissen Schemata, ist aber dennoch einzigartig in ihren Erregungsmustern. Die Definition des "Normalen" beim Sex ist nicht umsonst so schwierig...! In den Sexualzentren des Gehirns werden Sinnesreize verarbeitet und in jene elektrischen Impulse umgewandelt, die dann schliesslich die Kaskade der Erektionsentstehung in Bewegung setzen. Leider sind die Sexualzentren nicht bewusst steuerbar, sie arbeiten weitgehend autonom, daher sind die Männer nicht Herr über ihre Erektion. Wie oft passiert es jedem Mann, dass "er" sich in den unpassendsten Situationen regt und umgekehrt, möglicherweise dann, wenn er soll, sich völlig teilnahmslos verhält!

Dazu der Text eines zu seiner Zeit bekannten Herzensbrechers:

 

Anatomisch und physiologisch wird die Erektion durch einen Reflex des vegetativen Nervensystems ausgelöst, das heißt, sie entzieht sich der bewussten Einflussnahme des Mannes. Der Mann, der gelernt hat, Probleme jeder Art aktiv anzugehen und zu lösen, ist seiner Sexualität hilflos ausgeliefert. Das ist das eigentliche Dilemma der Männer!

Über eine Vielzahl an Neurotransmittern rufen Stimuli des autonomen Nervensystems eine Erektion hervor. Die Stimulation beginnt im Gehirn und kann ausgelöst werden durch visuelle, akustische und mechanische (=sensible) Reize.

In den Schwellkörpern wird aus der Aminosäure L-Arginin über die Stickstoffmonoxidsynthetase Stickstoffmonoxid (=NO) gebildet, welches das cyclische Guanosinmonophosphat (cGMP) stimuliert. Dieses führt zu einer Erschlaffung der glatten Muskulatur in den Schwellkörpern, was über eine verbesserte Durchblutung zu Erektion führt.

Das Enzym Phosphodiesterase führt zum Abbau des NO, was zum Erschlaffen (Detumeszenz) des Penis führt.

Die durch vermehrten Bluteinstrom hervorgerufene Erektion wird durch die Kompression des subtunicalen Venengeflechtes und die dadurch hervorgerufene Verminderung des venösen Abflusses und die Kontraktion der perinealen Muskulatur unterstützt. Diese beiden „Hilfsmechanismen“ funktionieren natürlich nur bei einer eiwandfreien Gliedsteife.

Nimmt die Stimulation ab, kommt es zu einem Überwiegen des Sympaticotonus und damit zu einer Vasoconstriction, zu einer Stimulation der Phosphodiesterase und somit zum Abbbau von NO und cGMP: die Erektion klingt ab.


GEDANKEN zum "(ZWEIT)-BESTEN" STÜCK DES MANNES

Das "beste Stück" des Mannes ist sein - Gehirn! Es ist mir ein Bedürfnis diese meine Ansicht gleich zu Beginn dieses Kapitels fest zu schreiben, denn der "richtige" Mann besticht durch seine intellektuelle Souveränität und überlegene Coolness. Er ist in jeder Situation "Herr der Lage" - und dafür bedarf es eines geschliffenen Verstandes und rationalen Denkvermögens.

Diese Ansicht zu teilen ist nicht schwer, solange ein Mann von seinem zweitbesten Stück nicht im Stich gelassen wird. Denn zweifelsfrei ist der Penis und dessen Funktionstüchtigkeit nicht minder wichtig für Männer - und Frauen!

Die tägliche Praxis des Sexualmediziners beweist, dass nicht nur Männer aus der Fassung geraten, wenn sie hier Defizite feststellen. Nein, nein, auch Frauen können ganz schön desperat werden, wenn sie erkennen müssen, dass die Manneskraft des Partners schwindet.

Die Bedeutung der Erektion für das Selbstverständnis des Mannes und für das Gelingen einer Beziehung kann nicht hoch genug angestzt werden. Eine (heterosexuelle) Beziehung besteht aus zwei Menschen, aber nur aus EINEM Penis! ... -  den des Mannes und somit ist seine Erektion auch die seiner Geliebten. Störungen betreffen daher beide Partner und beeinflussen die Beziehungsqualität ganz enorm.


Die BEDEUTUNG DER EREKTION FÜR DEN MANN

DIE EREKTION ist der Inbegriff für die Vitalität des Mannes und der - auch nur teilweise - Verlust wird von den meisten Männern nicht als „normale“ Krankheit empfunden. Sie ist für die Männer „sinnstiftendes Element des Lebens“ und für deren persönliche Identität und Selbstwertgefühl von größter Bedeutung. Der Verlust der Erektionsfähigkeit führt oft zum Gefühl persönlicher Minderwertigkeit, zu Depressionen, Verlust von Lebensqualität und Beziehungskrisen.

"Mannsein" definiert sich über die funkionierende Erektion!

Die erektile Dysfunktion ist ein weitverbreitetes Problem der Männer. Weil Männer allerdings dazu neigen ihre Probleme für sich zu behalten, entsteht der Eindruck, es handle sich um eine seltene Erscheinung. Dem ist allerdings nicht so! 70% der Männer geben zu, irgendwann in ihrem Leben vorübergehend an Erektionsstörungen gelitten zu haben.

Und: Potenzprobleme können in jedem Alter auftreten.

Erfahrungsgemäß sind ältere Männer eher bereit über Potenzprobleme zu reden. Die Scheu einen Arzt auf zu suchen ist bei jungen Männern wesentlich größer. Hier gilt (noch) der Mythos, dass Männer immer wollen und immer können (sollten), was natürlich so nicht richtig ist. Ich stelle fest, dass etwa die Hälfte meiner Patienten mit Erektionsstörungen unter 30 Jahre alt ist. Dieses Vetrauen ehrt mich sehr, da ich weiss, wie viel Überwindung es kostet, mit einem Arzt über so heikle Dinge zu sprechen!


"ALLES IN ORDNUNG?"

Die Existenz des Sexualmediziners ist vielen Männern nicht bekannt, daher sind fast alle meiner Patienten vor dem Besuch in meiner Praxis schon bei dem einem oder anderen Arzt gewesen. Problemstellung: Erektionsstörung! Irgendwie scheinen sie dort nicht bekommen zu haben, was sie suchten...!

Schon bei der telephonischen Terminvereinbarung wird - erleichtert - darauf hingewiesen, dass laut eben diesem Arzt "alles in Ordnung wäre"...! Und doch funktioniert "es" nicht?

Meine Herren, glauben Sie mir, die oberflächliche Untersuchung Ihres primären Geschlechtsorgans ist eine zwar erforderliche Prozedur, behebt aber in den wenigsten Fällen das eigentliche Problem. Denn Sexualität spielt sich im Kopf ab, konkret in den Sexualzentren Ihres Gehirns.

Der Penis ist lediglich das Tool, das Werkzeug, das zur Umsetzung von Sexualität gebraucht wird und er ist in den allerwenigsten Fällen "schuld" daran, dass es nicht mehr funktioniert. Er macht das, was das Gehirn ihm sagt.

Sexualität verfügt über 3 Grundlagen, sie ist ein bio-psycho-soziales Phaenomen. Der Sexualmediziner ist ein in Psychosomatik ausgebildeter Arzt, er ist daher in der Lage, der Dreidimensionalität der Sexualität gerecht zu werden.

Die häufigste Ursache für das Versagen der Erektion liegt zweifelsfrei im psychischen Bereich oder innerhalb der Beziehung, nur maximal 10% aller Fälle von erektiler Dysfunktion sind rein biologisch bedingt. Dann liegt das Problem tatsächlich im Bereich der Geschlechtsorgane.

Die so häufig gestellte "Alles-in-Ordnung-Diagnose" stellt daher eine nicht zulässige Verkürzung der Sexualmedizin dar. Wenn ein Arzt - meistens der Urologe - zur Feststellung gelangt, es wäre "alles in Ordnung", meint er lediglich die Beschaffenheit des Penis oder des Schwellkörpers. Der ist aber nur ein ganz kleines Rädchen im komplexen Ablauf einer Erektion.

"Alles in Ordnung"....und doch funktioniert es nicht?

Die Medizin sollte sich mit der Befindlichkeit von Patienten und nicht mit der Anatomie von Männern beschäftigen. Ärzte behandeln ja (kranke) Menschen und nicht Schwellkörper. Solange die Funktion der Erektion nicht wieder hergestellt ist oder für die nicht-funktionierende Erektion Kompensationsszenarien erarbeitet wurden, kann daher nicht "alles in Ordnung" sein.

Die "Erektiologie", das heisst die auf den Penis zentrierte Medizin, kann daher bei Erektionstörungen nicht zielführend sein. Ausschliesslich die ganzheitliche Betrachtung des betroffenen Mannes führt zu zufriedenstellenden Ergebnissen und selbst das genügt nicht, denn da gibt es ja auch noch eine Beziehung zu einer Partnerin...und auch aus dieser Beziehung heraus kommt es häufig zu sexuellen Störungen.

Die Erektionsstörung ist lediglich das Symptom einer tieferliegenden Krankheit, deren Diagnose und Therapie einen dreidimensionalen Ansatz benötigt. Denn auch Ihre Sexualität ist dreidimensional, eben bio-psycho-sozial!


DIMENSION 1: BIOLOGISCHE URSACHEN der eD

Unter den biologischen Ursachen für eine eD (erektile Dysfunktion) versteht man alle diejenigen Ursachen für Erektionstörungen, die der Fehlfunktion konkreter Organe zugeordnet werden können. Und weil ja der Erektionsablauf einigermassen kompliziert ist, gibt es auch viele potenzielle biologische Ursachen für das Versagen der Erektion.

Dennoch spielen biologische Ursachen zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle, die Sexualmedizin lehrt, dass höchstens 10% aller Erektionsstörungen biologisch bedingt sind. Die "restlichen" 90% sind daher psychosomatischen Ursprungs. (Ich weiss, dass die Urologen gegenteiliger Ansicht sind, doch das liesse sich leicht entkräften!)

Um den Ablauf biologischer Störungsursachen zu verstehen, braucht man sich nur jene Mechanismen vorzustellen, die für die Funktion des Schwellkörpers unverzichtbar sind.

Da gibt es zunächst einmal die Neurologie. Weil ja der Impuls zur Erektion aus dem Gehirn kommt und dann entlang des Rückenmarkes und gewisser Nervenbahnen entlang bis zum Schwellkörper läuft, bedarf es also eines funktionierenden Zentralnervensystems und inakter Nervenbahnen. Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarkes oder der Nervenbahnen können also Erektionsstörungen bewirken. Hierher zählt man Psychosen (gewisse Geisteskrankheiten) und die für deren Behandlung erforderlichen Medikamente, neurologische Erkrankungen des Gehirns oder des Rückenmarkes (Tumoren, Entzündungen, Degeneration), oder all diejenigen Faktoren, die eine Unterbrechung der peripheren Nervenstränge zur Folge haben. Dazu gehören Nervenentzündungen, Bandscheibenvorfälle oder auch Nervenbeschädigungen durch den Fahrradsattel. Die nach Prostataoperationen auftretenden Erektionsstörungen fallen auch in dieses Kapitel, weil es manchmal nicht möglich ist, bei einer Operation die erektionserforderlichen Nervenstränge zu schonen.

Das zweite große Kapitel der organisch verusachten Erektionsstörungen befasst sich mit der Angiologie, das ist die Lehre von den Blutgefässen. Weil ja die Erhärtung des Penis die Folge eines vermehrten Blutzustromes in den Schwellkörper ist, können Durchblutungsstörungen zu einer eD führen. Und das ist nicht so selten. Schliesslich ist die Arteriosklerose (Gefässverkalkung) ein weit verbreitetes Krankheitsbild, es führt zu Herzinfarkt, Schlaganfall und meist schon lange vorher zu Potenzproblemen. Eine erektile Dysfunktion kann daher auch als Symptom mancher gefährlicher Erkrankungen gesehen werden und es ist daher möglich, von einer eD auf drohende schwere Zwischenfälle zu schliessen. In dieses Kapitel der Angiologie fällt der Bluthochdruck und die für seine Behandlung erforderlichen Medikamente, der Diabetes (Zuckerkrankheit), der zu hohe Cholesterinspiegel und natürlich das Zigarettenrauchen. Alle drei führen zu Arteriosklerose und schliesslich zum Versagen in der Männersexualität, schlimmstenfalls zu noch schwerwiegenderen gesundheitlichen Schäden.

Bedenken Sie also, daß jede Erektionsstörung Symptom einer anderen, unentdeckten Krankheit sein kann. Geben Sie sich daher nicht zufrieden, bloß "Tabletten" verschrieben zu bekommen. Fragen Sie nach der Ursache!

Eine Erektionsstörung hat immer einen Grund...und DER kann in einer anderen, noch unentdeckten Krankheit liegen, wie zum Beispiel an Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit. Die bloße Verordnung von Medikamenten kann daher die Diagnose bislang unbekannter Krankheiten verzögern....Zögern Sie daher nicht, Ihr "spezielles" Problem mit einem kompetenten Arzt zu besprechen.


Zum Bild: Diese Graphik stammt aus der Marketinglinie für das Erektionspräparat Levitra von BAYER und GSK.


Das dritte große Kapitel der organisch bedingten Erektionsstörungen befasst sich mit der Endokrinologie, der Lehre von den Hormonen. Zweifelsfrei ein höchst kompliziertes Thema, das ein intensives Studium und eine lange Erfahrung erfordert, denn hormonelle Interaktionen sind komplex und mannigfaltig.

Hier gibt es zunächst einige Erkrankungen hormonproduzierender Drüsen, die über eine Hemmung der Testosteronsynthese zu einem Mangel an Testosteron und schliesslich zu sexuellen Störungen führen. Ich denke hier an das Prolaktinom, eines an sich gutartigen Tumors der Hypophyse, der einen Überschuß an Prolactin zur Folge hat. Prolactin - eigentlich ein salutogenetisch (gesundheitsfördernd) wirksames Hormon - hemmt in zu großen Mengen die Testosteronsynthese und das führt zur eD. Ich denke hier noch an Unterfunktionen der Schilddrüse, an zu hohe Spiegel des Stresshormons Cortisol aber auch an den alterungsbedingten Verlust an Testosteron, dem jeder Mann unterliegt! (Bitte beachten Sie dazu auch das Kapitel: Der älterwerdende Mann und seine Erektion).

Ein letztes Kapitel, das ich unter die biologischen Ursachen für Erektionsstörungen subsummieren möchte sind die Lifestylefaktoren. Sie spielen in dieser saturierten und irregeleiteten Welt ein zunehmende Rolle und bescheren den Sexualmedizinern große Zahlen an Patienten, die durchaus noch sehr jung und vital sein können.

Lifestyle, darunter verstehe ich Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel, Alkohol, Drogen, Schlafdefizit, Hektik, Zigaretten und viel anderes mehr. Lifestyle ist aber auch, wenn in die eigene Sexualität zu hohe Erwartungen gesetzt werden, denn diese Gesellschaft ist leistungsorientiert. All das macht Potenzprobleme, die nur durch eine Veränderung der Lebensgewohnheiten behandelt werden können. Ich kenne viele Patienten, die aus diesem Grund in meine Praxis kamen und nur wenn der Wille zur Veränderung vorhanden ist, kann man hier erfolgreich sein. Dann aber mit Sicherheit!

Bedenken Sie:

Der potente Mann ist schlank, betreibt regelmäßig Sport, raucht nicht, trinkt nur geringe Mengen an Alkohol und ist psychisch ausgeglichen. Stress schadet der Potenz und Stress hat viele Ursachen.


DIMENSION 2: PSYCHISCHE URSACHEN für eD

Die psychosexuelle Entwicklung eines Mannes beginnt mit der Geburt. Die Biologie ist zu diesem Zeipunkt bereits weitgehend abgeschlossen, der spätere Mann ist bereits als männlich zu identifizieren: an seinen deutlich sichtbaren Genitalien. Diese Selbstverständlichkeit, dass nämlich ein Mann bereits als Mann zur Welt kommt, ist nicht so selbstverständlich wie man das meinen könnte, denn immer noch behaupten ja weite Kreise in der Psychologie, man werde zum Mann "gemacht", also erzogen.

Das ist natürlich Unsinn, denn an den fertig ausgebildeten Geschlechtsorganen kann man das Gegenteil erkennen...keinesfalls macht Erziehung einen Mann zum Mann, - und doch beginnt nun eine sehr wichtige Phase für den kleinen Säugling. Sie entscheidet, wie sicher er sich als Erwachsener  gegenüber dem anderen Geschlecht fühlen und bewegen wird und davon hängt schliesslich auch die Qualität der Erektion ab.

Womit wir beim Thema wären!

Das Gehirn des Neugeborenen ist bereits als "typisch männlich" determiniert, dennoch werden nun durch äussere Einflüsse jede Menge neue Daten auf diese Festplatte gespielt: durch die Eltern und alle anderen, die Einfluss nehmen auf die Erziehung dieses Buben. Die Lehrer ganz allgemein, der Religionsprofessor, die Tanten und Onkeln...all diese Leute sind sich meist gar nicht bewusst, wie wesentlich sie über die sexuelle Entwicklung und das Selbstverständnis, mit dem dieser spätere Mann mit seiner Sexualität umgeht, mitentscheiden.

Sie entscheiden damit nicht nur über die Sexualität dieses Mannes, sondern auch über seine Fähigkeiten zum Aufbau tragfähiger Beziehungen.

Unter der psychosexuellen Entwicklung versteht man die erzieherischen Einflüsse von der Geburt eines Kindes bis zur Pubertät. In der Pubertät werden die sexuellen Verhaltensmuster schliesslich festgeschrieben, danach gelten sie als unveränderbar.

Psychische Störungen der Persönlichkeitsstruktur somatisieren sich sehr häufig über die Sexualität, solche Störungen werden daher als psychosomatisch bezeichnet.

Auch Erektionsstörungen können psychosomatisch bedingt sein, eigentlich sind sie sogar meistens psychosomatisch bedingt, etwa zu 90%.

Die psychosomatisch bedingte Erektionstörung ist die Folge von Fehlerziehung, falschen Tabus und Hemmungen oder allzu großem Leistungsdruck, der natürlich wieder die Folge der Vermittlung falscher Werte ist. Irgendwoher müssen Tabus oder Hemmungen ja kommen, woher denn sonst wenn nicht aus der Erziehung. Wir wissen aus Dokumentationen über Naturvölker, dass es zwar ein "natürliches" Schamgefühl gibt, das allerdings nichts gemein hat mit der bigotten Phobie vor der Nacktheit in unserem (post)-christlichen Kulturkreises.

Wie gesagt, die meisten Erektionstörungen sind psychosomatischer Genese. Psychosexuelle Störungen somatisieren (verkörpern) sich in sexuellen Versagensmustern, und eines der häufigsten Versagensmuster ist die eD.

Leistungsdruck entsteht

  • durch die Tabuisierung der Sexualität in der Gesellschaft. Meist sind es junge Männer, die erst spät zum Sex kommen und im Glauben, etwas Verbotenes zu tun, versagen.
  • durch die Angst, den Anforderungen der Partnerin nicht zu entsprechen. Vielleicht ist das Hauptproblem solcher Männer ein mangelndes Selbstwertgefühl oder eine fehlende Beziehungskultur?
  • durch die Angst, zu klein „gebaut“ zu sein.
  • durch die Verheimlichung von sexuellen Wünschen und Neigungen
  • durch Unverständnis in der Beziehung

 

Psychosomatisch bedingte Erektionsstörungen sind das tägliche Brot des Sexualmediziners. Die Therapie ist aufwändig, aber erfolgversprechend. Es handelt sich um eine Psychotherapie im 3-er Setting, was nichts anderes heisst, als dass die Partnerin mit einbezogen werden MUSS!

Die Sexualtherpie ist eine erstaunlich erfolgreiche Form der Therapie von psychosomatisch bedingten erektilen Dysfunktionen. Es gelingt offenen Wunden zu heilen, falsche Denkmuster zu korrigieren und die Stellung des Partners und zum Partner neu zu positionieren. Erfolgreiche Sexualtherapien verändern die Qualität der Sexualität und somit der Beziehung!


DIMENSION 3: SOZIALE URSACHEN für eD

Die soziale Dimension beschreibt die erektile Dysfunktion (eD) vor dem Hintergrund der Beziehung. Sexualität gilt als Kommunikation innerhalb von Beziehungen, und genauso wie die (verbale) Kommunikation in einer Beziehung "gestört" sein kann, kann auch die Sexualität Probleme machen.

Ursachen sind Missverständnissen zwischen den Partnern oder Leistungsdruck, der zu einer Somatisierung eines psychischen Druckes innerhalb der Beziehung führt. Die Somatisierung besteht aus der ´Hemmung der Erektion, die dann - wie in einem Teufelskreis - zu Versagenängsten führt, dessen Ergebnis wiederum Vermeidungsverhalten ist und schon haben wir das Pärchen, das sich zwar liebt, zwischen denen aber schon lange nichs mehr "gelaufen" ist.

Man stelle sich vor, da gibt es eine Frau mit sexuellen Bedürfnissen und dann gibt es einen Mann mit nicht minderen Bedürfnissen...und trotzdem läuft nichts! Das kann doch wohl nur ein Missverständnis sein! - ... und so ist es auch. Die Lösung des gordischen Knotens gelingt selbst meistens nicht. Um das Gespräch wieder in Gang zu setzen, brauchen die meisten Pärchen einen Fachmenn, eben den Sexualmediziner!.


Der ÄLTERWERDENDE MANN und SEINE EREKTION

Der Wunsch jedes Menschen nach Erfüllung der psychosozialen Grundbedürfnisse wie Akzeptanz und Geborgenheit ändern sich nicht mit dem Alter. Jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, sozialem Stand oder Alter sehnt sich danach, geliebt zu werden, innerhalb einer Paarbeziehung akzeptiert und berührt zu werden. Sexualität kann und darf daher kein Privileg der Jugend sein. Eine Forderung, älteren Menschen Sexualität zu verwehren, hieße, ihnen das Recht auf Glück verwehren zu wollen.

Sexualität in der zweiten Lebenshälft ist nach wie vor tabuisiert, obwohl sich die Bedürfnisse nach Liebe und Körperlichkeit nicht verändern. Älterwerden bedeutet also sehr häufig ungewollten Verzicht auf Sex, das Leben in sexueller Askese. Einer der Gründe dafür mag die traditionelle Bindung von Sexualität an die Fruchtbarkeit sein. Diese unglückselige Verquickung von Sexualität und Fortpflanzung schafft es auch heute noch, Barrieren zu errichten. Dabei gibt es jenseits der Familienplanung auch noch andere gute Gründe mit dem Partner intim werden zu wollen, nämlich die eigene Lust und auch der Wunsch, dem Partner etwas Gutes zu tun. Durch nichts Anderes als durch Sexualität ist es leidenschaftlicher möglich, dem geliebten Partner Liebe und Begehren unter Beweis zu stellen.

„Sex verkörpert den Geist der Liebe!“, sagt man in der Sexualmedizin. (Loewit)

Jenseits von Glaubensfragen gibt es noch andere Gründe, die die Lust auf Sex mit dem Älterwerden zunichte machen. Frauen glauben, sie müssten jungendlich schön sein um sexuell anziehend zu wirken. Dabei ist wahre Liebe doch bedingungslos und gekennzeichnet durch die „rosarote Brille“. Liebe deaktiviert das Kritikzentrum im Fontalhirn, ein genialer Streich der Natur um unsere Partner, Frauen und Männer, anziehend zu machen.

Männer kennen solche Skrupel nicht, sie halten sich immer für schön genug um Sex zu haben. Doch auch sie haben ihre Motive, sich aus dem partnerschaftlichen Sexualleben zurück zu ziehen: die Angst zu versagen. Gerade die Biologie der Männer ist ein ganz wesentlicher Grund für die Restriktion von Sexualität im Alter.

Sexualmediziner sind sich einig, dass weit über 90% aller alterungsbedingten sexuellen Störungen psychosomatisch bedingt sind, ausgelöst von Tabus, Mythen und Ängsten. Die bekannten „Potenzpillen“ schaffen neue Abhängigkeiten und erneuern durch Gleichsetzung von Sexualität mit Erektion den Leistungsdruck.

Psychosomatisch bedingte Störungen können nur durch Psychotherapie behoben werden, Sexualtherapie ist eine besondere Form der Psychotherapie. Sie ist gebunden an die sexualtherapeutische Kompetenz des Behandlers und die Paardimension. Zur Sexualtherapie kommt nicht der Mann alleine, auch nicht die Frau, sondern immer  beide, denn Sexualität funktioniert nur paarweise.

Doch zurück zur Erektion!

Jeder Mann, der nicht mehr "20" ist, bemerkt zwangsläufig, dass sich einiges an ihm verändert! Auch die Erektion. Wer an diesen normalen Veränderungen scheitert, ist ein bemitleidenswerter Mann, denn der Alterungsprozess ist ein unumkehrbarer Vorgang und es empfiehlt sich, sich damit anzufreuden.

Je mehr ein Mann akzeptiert, dass es biologische Grenzen für alle Bereiche des Lebens, auch für die Sexualität, gibt, desto zufriedener wird der Sex verlaufen. Wehe dem Mann, der meint, mit 40 noch so potent wie mit 20 sein zu müssen. das Scheitern ist vorprogrammiert und ! ...scheitern tut weh!

Auch hier sind es falsche Erwartungen und die daraus resultierenden Enttäuschungen, die die Potenz negativ beeinflussen. Weil "es" nicht mehr so gut geht wie früher, ziehen sich die Männer aus der Sexualität zurück, anstatt alles das zu machen, was innerhalb der Beziehung (noch) möglich ist. Durch übertriebenen Leistungsdruck werden aus natürlichen Veränderungen des Erektionsablaufes psychosomatsche Störungen, wo "Nichts mehr geht"! Auch hier ist die Folge der Rückzug as der Sexualität, mit all seinen negativen Konsequenzen!

Männer sollten wissen, dass sich der Erektionsablauf mit zeunehmendem Alter verändert und sie sollen auch wissen, dass dennoch ein ganzes Leben lang ein grundsätzliches Erektionsvermögen bestehen bleiben sollte.

Die alternsbedingte Veränderung lassen sich folgernderweise Zusammenfassen:

1. Die Erektion braucht länger, bis sie sich einstellt. Männer (und deren Frauen) müssen sich länger "Zeit" nehmen, was nicht immer als Störend aufzufassen ist.

2. Die Erektion wird nicht mehr so hart! Das macht aber nichts, denn das, was sie an "Erektion" bei sich erkennen, sollte allemal ausreichen!

3. Die Refraktärzeit verlängert sich erheblich. Unter §refraktärzeit versteht man die zeitspanne, die einer braicht, um "wieder" zu können!

 

BEHANDLUNG DER EREKTIONSTÖRUNG

Dass die Erektion nur ein kleiner Bestandteil der menschlichen Sexualität ist und nicht ihr Inbegriff, wie das Männer oft glauben machen wollen, wurde bereits ausführlich besprochen. Der Penis ist ein Tool, ein Werkzeug, nicht mehr und nicht wenger wie die Hand oder der Mund, denn mit allen drei Tools kann man(n) Orgasmen herbeiführen. Die Sexualität aber spielt sich im Kopf ab, das Gehirn ist das wichtigste Geschlechtsorgan.

Um eine Erektion zu behandeln muss man zuerst lernen, dass sie für guten Sex nicht so wichtig ist. Diese Erkenntnis ist der erste wichtige Schritt, der natürlich von weiteren Schritten gefolgt sein muss.

Es nützt natürlich nicht, wenn nur der Mann zu dieser Erkenntnis gelangt, nicht aber seine Partnerin. Daher ist die Behandlung der Erektion eine sexualmedizinische Herausforderung, die impliziert, dass die Partnerin "hinzu"-genommen werden muss.

Es ist nicht möglich  eine Erektion ohne die Partnerin zu behandeln.

Die blosse Verordnung von Tabletten verkürzt die Sexualmedizin und lässt wichtige Argumente ausser Acht, auch wenn sich Tabletten als Unterstützung einer Sexualtherapie sehr gut bewährt haben. Der Sexualmediziner ist Arzt (und nicht Psychotherapeut), er hat daher die Möglichkeit, auch Tabletten zu verordnen. Von diesem Recht sollte auch Gebrauch gemacht werden. Über das Für und Wider der Potenzpillen lesen Sie im nächsten Kapitel.

 

Männer und ihr Fahrradsattel

Zweifelsohne ist Radfahren ein "gesunder" Sport, der es verdient, propagiert zu werden. Seine Vorzüge sind optimales Training von Herz und Kreislauf bei geringer Belastung für den Bewegungsapparat. Doch gerade für Männer birgt das Radfahren auch seine Tücken, nicht der Sport an sich, auch nicht das Fahrrad selbst, sondern Fahrradsattel und -.hose

Ein solcher Fahrradsattel ist dafür konzipiert, daß beim Sitzen für die Beine der volle Bewegungsumfang erhalten bleibt und er dennoch eine ausgezeichnete Seitenstabilität gewährleistet. Er besitzt daher die typische Birnenform, die jeder kennt.
Dabei wurde aber auf die Anatomie des Mannes völlig vergessen. Durch die dem Sattel typische Form kommt es nämlich dazu, daß der Fahrer nicht alleine am Sitzbeinknorren (Tuber ischiadicum) zum Sitzen kommt, sondern einen ganz gehörigen Druck auf seinen "Damm" ausübt, jener Körperregion zwischen After und Hodensack, in deren Bereich die Nerven.- und Gefäßversorgung für den Schwellkörper verläuft. (Bitte sehen Sie dazu das Bild des "Beckenbodens" im Kapitel oberhalb!) Daß diese hochsensiblen Strukturen dabei Schaden nehmen können ist selbstredend und die fahrradbedingte Erektionsproblematik ist mittlerweile Allgemeingut in der Männermedizin.

Es gibt noch eine zweite Problematik, die sich beim Fahrradfahren ergeben kann. Es dauert nämlich keine 25 Minuten und die Temperatur im Hodensack steigt auf 36 Grad, was sich sehr negativ auf die Spermaqualität auswirken kann....Wie jeder Mann weiß, wurden die Hoden wegen der spermafeindlichen Körpertemperatur von 36° "ausgelagert"....

Und der Ausweg? Sie brauchen nicht das Fahrradfahren aufgeben, sie brauchen lediglich eine geeignete Ausrüstung. Da wäre einmal der "Männersattel", der auf die Anatomie des Mannes abgestimmt ist und dann gibt es neuerdings auch ganz bequeme Fahrradhosen, die wesentlich weiter geschnitten sind als herkömmliche....

Sie sollten sich diesen kleinen Luxus leisten....


 
 
 
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