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Wenn Mann aus der Übung ist: das "Witwer-Syndrom"

Beziehungslosigkeit macht krank, Orgasmuslosigkeit etwa nicht?

Wie Sie wissen bin ich gelernter Sexualmediziner, vor diesem Hintergrund betreibe ich auch diese Homepage. Wir Sexualmediziner glauben, dass unser Metier die wichtigste Sache der Welt ist und das ist sicher nicht übertrieben. Die Sexualmedizin definiert sich aus mehreren Denkmustern, sogenannten Paradigmen:

1. Nichts ist so wichtig für das Lebensglück wie eine Beziehung. Das steht außer Streit.

2. Nichts ist so wichtig für das Gelingen einer Beziehung wie Sexualität. Auch das stimmt, vorausgesetzt "Sexualität" wird breit genug definiert. Wohlgemerkt: für uns ist "Sexualität" nicht bloß ein Synonym für Geschlechtsverkehr. Ganz im Gegenteil...UNSERE Sexualität geht viel tiefer als ein paar Zentimeter, sie geht unter die Haut...denn unter der Haut sind wir alle gleich!

3. Daraus lässt sich ganz leicht erkennen, dass Sexualität über die Beziehungszufriedenheit und somit auch über das Lebensglück entscheidet.

So weit so gut...!

Alle drei Paradigmen haben sich in der täglichen Praxis bewährt, zum Teil mit erstaunlicher Vehemenz und Präzision. Die Tätigkeit des Sexualmediziner bestätigt sich aus der Arbeit mit den Patienten, und ganz egal ob Mann oder Frau, ob reich oder arm, Lebensglück ist am ehesten aus einer (glücklichen) Partnerschaft zu beziehen. Somit stimmt es auch, dass Beziehungslosigkeit krank machen kann.

Nochmals: so weit so gut...!  Doch jetzt kommt`s: Sexualmediziner haben das Paradigma von der krankmachenden Beziehungslosigkeit noch erweitert, um das Paradigma der nicht krank machenden Orgasmuslosigkeit!

Beziehungslosigkeit macht also krank, Orgasmuslosigkeit nicht?! Diese Ansicht ist der Stein meines Anstosses, denn dieses Paradigma kann ich nicht "unterschreiben".


Macht Orgasmuslosigkeit krank?

Dass "Beziehungslosigkeit krank machen kann " ist akzeptiert, dass "Orgasmuslosigkeit nicht krank macht" wird von mir in Frage gestellt, wenigstens bei den Männern. Hier gilt ganz im Gegenteil: "Use it or lose it!", was soviel heisst "Wer rastet der rostet!"

Der Rat zur Asexualität, zur Enthaltsamkeit, ist für die Männer ein trojanisches Pferd. Im Glauben, sich etwas Gutes zu tun, schaden sie sich; und...setzen sich der Gefahr aus, sich ihrer eigenen Männlichkeit zu berauben. Hier höre ich schon einen Teil meiner Leser sagen "Was ist schon Männlichkeit!?" und ich sehe mich schon Emails lesen mit der vorwurfsvollen Frage nach dem Sinn solcher Beschwörung "männlicher Tugenden".

Doch ICH bekenne mich zu der leicht beweisbaren These, dass Männer eben "anders" sind, anders als Frauen. Und das ist so gewollt und soll auch so bleiben, denn dieses Spiel zwischen den Geschlechtern namens Erotik ist doch das Salz in der Suppe des Lebens. Es nährt die Neugier am anderen Geschlecht, und genau diese Neugier ist der Motor der Lebenslust, und genau diese Lebenslust ist der Sinn des Lebens. Männer sollen Männer sein, sie definieren sich über ihre Sexualität und ihre Erektion.

Für die männlichen Sexualfunktionen gilt "Use it or lose it!" und auch dies unterscheidet die Männer von den Frauen.

Das Aufreten sexueller Störungen nach längeren Pausen in der Sexualität nennt man in der Männermedizin "Witwersyndrom". Da kommt ein Mann mittleren Alters in meine Praxis, erzählt, dass er vor einigen Jahren seine Frau verloren habe (durch Tod oder Scheidung), dann war da der Schock der plotzlichen unwiderruflichen Trennung, da denkt man an alles nur nicht an Sexualität, jetzt aber, jetzt gibt es eine "Neue", man habe sich frisch verliebt. Dieser an sich positive Aspekt wird getrübt durch den Umstand, dass "es" nicht mehr funktioniert. Die Folge dieses Erektionsdefizits ist Leistungsdruck und Angst auch diese Frau wieder zu verlieren, die man doch so bitter nötig hätte um wieder zur alten Form aufzulaufen, wieder einmal so richtig gut drauf sein zu können. Allzu lang hat diese Zeit der Trauer gedauert....

"Witwersyndrome" sind häufig, nach Tod oder Scheidung....wie sie letztlich verursacht wurden, ist egal, jedenfalls sind sie die Folge längerfristiger sexuelle Abstinenz.


Das "Witwersyndrom"

Unter Witwersyndrom versteht man also das sexuelle Versagen von Männern nach längerer gewollter oder ungewollter sexueller Abstinenz. Man kennt diese Art von Defizienz nicht bei Frauen, deshalb handelt es sich auch um ein Männerproblem.

Meist liegt die Ursache für ungewollte sexuelle Enthaltsamkeit in einem Verlust der Partnerin, manchmal durch Tod (daher Witwersyndrom), häufiger auch durch Scheidung oder andere meist unvorhersehbare Umstände. Gewollte sexuelle Enthaltsamkeit ist meist religiös bedingt. Das Muster des Ablaufes ist unabhängig vom wahren Hintergrund immer dasselbe: die Trauer, der Schock nach dem Verlust einer geliebten PartnersIn lässt einen zunächst einmal alles Andere vergessen. Man denkt an Vieles, nur nicht an Sexualität, der Schock sitzt tief.

Witwersyndrome sind häufiger als man glaubt. Ich stelle diese Diagnose sehr häufig. Die Bewältigung der Krise gelingt nicht immer im Alleingang, meist bedarf sie professioneller Hilfe, und die sollte primär nicht in der Verordnung von Potenzpillen bestehen (!).


Die BIOLOGIE des Witwersyndroms

Wie schon gesagt, für die männliche Sexualität gilt das evolutionäre Prinzip des "Wer rastet, der rostet". Männliche Geschlechtsorgane wollen gebraucht und verwendet werden, ansonsten droht Funktionsverlust. Dafür gibt es mehrere Ansatzpunkte:

1. Der Testosteronspiegel bedarf des Spiels der Liebe, er ist umso höher, je mehr Erotik in der Luft ist. Das merkt man an der guten Laune verliebter Männer. Schon ein Flirt, (- und ein Flirt IST Sexualität (!)) führt zum Anstieg des Testosterons im Blut, erst recht ein Orgasmus. Über die positiven Auswirkungen von Testosteron auf die Laune, aber auch auf die körperliche Befindlichkeit von Männern können sie unter dem Kapitel "Der Mann und seine Hormone" nachlesen.

Fest steht, dass "Trauer" für jeden Menschen Stress bedeutet. Stress wird geleitet durch "sein" Hormon Cortisol und dieses wirkt antigonadotrop. Es kommt also in Trauer- oder Stressphasen zu einer akiven Hemmung der Testosteronausschüttung, der Körper benötigt seine Energien für andere Funktionen. Nicht nur, dass in schwierigen Zeiten die Erotik als Stimulus für die Hormonausschüttung fehlt, kommt es noch zu einer aktiven Hemmung der Hypophyse. Gestresste Männer ganz allgemein, Trauernde im Besonderen, haben tatsächlich messbar geringere Testosteronspiegel als das Normkollektiv. Männern fehlt deren wichtigstes Hormon, das Desaster nimmt seinen Lauf.

2. Auch die Schwellkörperfunktion des Penis bedarf einer beständigen Übung. Der Penis ist im schlaffen Zustand generell sauerstoffunterversorgt, die Sauerstoffspannung im Schwellkörper beträgt lediglich 60% der der Halsschlagadern. Ganz anders ist dies bei der Erektion...die dabei entstehende Blutfülle macht den Penis nicht nur hart, sie bringt auch große Mengen von gesundem Sauerstoff an das Gewebe. Männer brauchen also regelmäßige Erektionen um ihren Penis in Schuss zu halten. Dies zu gewährleisten gibt es (in Ermangelung einer Partnerin) 2 Mechanismen: die spontane, meist nächtliche Erektion, die verbunden mit erotischen Träumen auch den Hintergrund der Morgenerektion darstellt, ... und die Masturbation.

Spontanerektionen werden mit zunehmenden Alter seltener, umso mehr Bedeutung kommt der Masturbation zu. Alle Männer (mit ganz wenigen Ausnahmen) masturbieren oder haben masturbiert. Masturbation ist nicht nur nicht schädlich, sondern definitiv förderlich für die Gesundheit des Schwellkörpers. Und: alle, die das Gegenteil behaupten, sprechen die Unwahrheit.


Die PSYCHOSOZIOLOGIE des Witwersyndroms

Das Witwersyndrom definiert sich aus der zu Störungen führenden sexuellen Enthaltsamkeit von Männern. Seine Entstehung ist multifaktoriell - über die biologischen Grundlagen haben sie bereits oben gelesen. Weil ein Mensch aber aus Physis und Psyche besteht ist es nicht verwunderlich, dass es auch psychosoziale Aspekte gibt, die in das Witwersyndrom einfliessen.

Man stelle sich vor, ein Mann verliert seine Liebe, steht plötzlich alleine da. Das geht nicht spurlos vorbei, führt zu Trauer und Depression, muss erst einmal bewältigt werden....!

Wie immer: die Zeit heilt die Wunden, sagt man, und so ist es auch hier. Jede gesunde Trauerreaktion hat auch ein Ende und immer wieder geht die Sonne auf (singt schon Udo Jürgens). Mit dem Ende der Depression wächst das Interesse an anderen Menschen, die Neugier, diese Triebfeder des Mannes, lässt ihn wieder beginnen Kontakte zu knüpfen.

Jede Liebesbeziehung zwischen zwei erwachsenen Menschen ist geprägt durch Sexualität und schon beginnt das Problem. Meist ist der letzte sexuelle Kontakt zu einer Frau mehrere Jahre her, und damit kommt Versagensangst ins Spiel. Versagensangst führt zu Vermeidungsverhalten. Genau dies ist der Circulus vitiosus, jener Teufelskreis, der schliesslich einer erfüllten neuen Partnerschaft im Wege steht.

Bevor ein Mann versagt, geht er lieber dem drohenden Desaster aus dem Wege, er flüchtet in die Einsamkeit. Doch Einsamkeit ist keine wahre Option zur Bewältigung der Krise, sie macht krank, da sind wir uns einig wie selten zuvor.

Die Versagensangst nach längerer sexueller Enthaltsamkeit ist in solchen Fällen der Wegbereiter zu einem ungewollten Singleleben. Trotz aller Versuche aus der Not eine Tugend zu machen, glücklich wird mann nicht. Sie wissen ja, geteilte Lebensfreude ist doppelte Lebensfreude.

Der psychosoziale Aspekt des Witwersyndroms lässt sich zusammenfassen als die Folge eines verminderten sexuellen Selbstwertes, der sich aus der langen Abstinenz zwangsläufig ergibt. Er führt zu Versagensangst, diese zu Vermeidungsverhalten. Der auf diese Weise entstande "erklärte" Single sehnt sich im Herzen nach nichts mehr als nach einer neuen Beziehung mit Liebe, Geborgenheit und...Sex!


Und der AUSWEG aus der KRISE?

Was auch immer dazu geführt hat, dass sich ein Mann aus der Sexualität zurück zieht, jede "schlechte" Phase, auch jede Trauerreaktion muss einmal zu Ende gehen. Es wäre abnormal und es wäre auch nicht im Sinne des Betrauerten, sich angesichts des Verlustes einer geliebten Person auf Dauer aus dem Geselldschaftsleben zurück zu ziehen. Und Sexualität ist "Gesellschaftsleben", führt zur Anbahnung von Kontakten und auch dazu, dass Beziehungen eingegangen werden.

Regel Nummer 1: Nichts im Leben geht schnell! Das trifft auch für eine neue Beziehung zu, man muss sich lieben (lernen) und an einander gewöhnen. Beginnen Sie Ihre neue Beziehung wie Sie das in Ihrer Jugend getan hätten, lassen Sie sie ent-wickeln, dieses Wort sagt ja eigentlich schon alles.  "E n t w i c k e l n" heisst so was wie "sich entfalten"...!

Auch Jugendliche kommen nicht gleich "zur Sache" sondern lassen die Bereitschaft zur Intimität wachsen. Denken Sie darüber nach, wie war denn das damals, als Sie noch 17 waren, im Vollbesitz hrer körperlichen Kräfte?

Regel Nummer 2: Bedenken Sie den Grundsatz "Use it or lose it!". Das bedeutet nichts anderes, als dass Sie üben müssen, sonst laufen Sie Gefahr, dass sich dann, wenn es "ernst" wird, "nichts regt". Der Schwellkörper soll betätigt werden und auch der Samen muss verbraucht werden, sonst wird er im wahrsten Sinne ranzig.

Die intakte Schwellkörperfunktion ist - wie die Funktion aller anderen Organe ebenso - gebunden an eine ausreichende Sauerstoffverorgung. Es ist wichtig zu wissen, dass der flaccide (schlaffe) Penis mangeldurchblutet ist, jedenfalls beträgt die Sauerstoffspannung nur 60% des in der Halsschlagader gemessenen Wertes. Um also dem Penisgewebe ausreichend Sauerstoff zur Verfügung zu stellen, bedarf es der Erektion und zwar genau genommen möglichst häufiger Erektionen. Mutter Natur hat hier recht gut vorgesorgt, denn die häufigen nächtlichen Spontanrektionen dienen genau diesem Zweck. Jede Erektion ist der Wegbereiter für die nächste Erektion. Die Bereitschaft zur Spontanerketion nimmt allerdings mit zunehmendem Alter deutlich ab und dann liegt es an Ihnen, in Form zu bleiben. Rennommierte Andrologen empfehlen, täglich einmal eine Erektion herbei zu führen und zwei- bis dreimal in der Woche zu ejakulieren. Und zwar auf Dauer....ein Leben lang!

Ganz ähnlich wie es sich mit der Fähigkeit zur Erektion verhält, ist das mit der Qualität des Spermas. Sperma muss verbraucht werden, damit die "Qualität" stimmt. Hat ein Mann länger als 3 Tage nicht ejakuliert, nimmt die Spermaquqlität ab, die Anzahl der schlecht oder nicht beweglichen Spermien nimmt zu. Man glaubt, dass das mit den Oxiadationsprozessen im Körper zusammenhängt, der nicht verbrauchte Samen wird also im wahrsten Sinne des Wortes "ranzig", er wird oxidativ degeneriert.

Schluss also mit den Appellen zum "sparsamen Umgang" mit der kostbaren Flüssigkeit, das sind alles Märchen, die aus der Zeit der Anike stammen, wo der Samen als anima vitae verehrt wurde, als die Seele des Lebens. Die Erkenntnis, dass Männer mit Sperma Leben zeugen können, führte zu einer kultartigen Verehrung des Samens der Männer, und zu der Ansicht, man müsse mit dem kostbaren Saft sorgsam umgehen. Die römisch-katholische Kirche (und andere Religionen) haben Schwierigkeiten diesen Irrlehren zu entsagen, sie widersetzen sich (einmal mehr) der Wisschenschaft, nähren lieber Gerüchte als sich der Wahrheit zu verpflichten. Das Verbot der Masturbation wird unter anderem mit der "Endlichkeit" des Samens argumentiert....! Jeder kennt das "Märchen vom letzten Schuss", doch das ist wirklich ein Märchen, ein gefährliches ausserdem.

Werte Leser, das Gegenteil ist der Fall. Der Samen muss sich erneuern und darf verbraucht werden. Daher die Empfehlung führender Andrologen, zwei- bs dreimal in der Woche zu ejakulieren. Das stärkt die Standhaftigkeit des Penis, verbessert die Samenqualität und wirkt als Stimulus für die Testosteronsynthese, und das kann für Männer niemals schlecht sein!

Und wenn Sie nun tatsächlich aus der Übung sind, weil Sie ihrer "Verpflichtung" zur sexuellen oder masturbatorischen Beschäftigung nicht nachgekommen sind, dann können Sie selbstverständlich Ihre Sexualität wieder in "Betrieb" nehmen.

Aber das dauert! ....und diese Zeit sollten Sie sich nehmen!

Schon die emotionale Stimulation durch die neue Liebe bringt die Testosteronsynthese in Schwung und die körperlichen Kontakte tun das ihre. Lassen Sie sich Zeit, erwarten Sie sich nach einer längeren Pause nicht berauschenden und hemmungslosen Sex, fangen Sie klein an, eben wie damals, als Sie Ihre erste Liebe zärtlich geküsst haben.

Falls es dennoch Probleme gibt, rate ich Ihnen, einen Sexualmediziner zu Rate zu ziehen. Er wird Ihnen helfen!

Fragen? Kommentare? georg.pfau@me.com +43 699 1788 70 50

 
 
 
ES IST MIR WICHTIG DARAUF HIN ZU WEISEN, DASS ICH ALS AUTOR DIESER WEBSITE UNABHÄNGIG BIN. DIESE WEBSITE IST VON NIEMANDEM GESPONSERT ODER UNTERSTÜTZT, SIE FINANZIERT SICH AUS MEINER TÄTIGKEIT ALS ARZT UND DIEJENIGEN PATIENTEN, DIE ÜBER DIESE HOMEPAGE DEN WEG IN MEINE PRAXIS FINDEN. SIE WERDEN DAHER AUCH KEINERLEI WERBUNG ODER POP-UP`s FINDEN. ES GIBT KEINE VERPFLICHTUNG ZUR RÜCKSICHTNAHME AUF DRITTE, ZUM BEISPIEL PHARMAFIRMEN ODER ANDERE POTENZIELLE GELDGEBER. ICH FÜHLE MICH DER WISSENSCHAFT VERPFLICHTET UND MEINEM GEWISSEN.