Frustsaufen
Manche Männer, oder eigentlich "viele" Männer brauchen es, sich gelegentlich mal abzufüllen. Sie tun dies aus demselben Grund warum sich Frauen zum Kaffeekränzchen treffen. Während sich die einen ihren Frust von der Seele "reden", schütten sich Männer einfach zu. So lange das nicht zu häufig wird, ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Mir sind Männer, die gelegentlich mal zum Alkohol greifen, jedenfalls sympathischer als diese jämmerlichen Typen, die von ihren Müttern gelehrt wurden, ihre Probleme zu verbalisieren. Dabei verlieren sie den Respekt ihrer Frauen und das hat negative Auswirkungen auf die Beziehung.
Männer dürfen eher gelegentlich mal zu tief ins Glas schauen, als jeden Tag ihr gewisses Quantum zu konsumieren, denn das macht aus Männern so etwas ähnliches wie Männer.
Die Voraussetzungen für`s Frustsaufen sind:
1. Vermeiden Sie es, Ihre Frau zu involvieren. Sie fallen auch nicht danach stockbesoffen ins Ehebett. Wenn Sie aus der Rolle fallen wollen, müssen Sie dafür sorgen, dass "sie" nicht zugegen ist. Sie ersparen Ihrer Partnerin dieses unwürdige Schauspiel, schlimmstenfalls nehmen Sie sich ein Hotelzimmer.
2. Das Auto bleibt tabu. Wieder ein Argument für ein Hotelzimmer.
3. Nicht "allzu häufig" heisst sicher nicht täglich, auch nicht wöchentlich, ja nicht mal monatlich. Es "heisst" ziemlich selten..., so oft hat "mann" das ja auch nicht notwendig.
4. Auch beim "Frustsaufen" sollte mann seine Grenzen kennen. Man muss ja nicht gleich ins Koma fallen, das ist gefährlich und nochmals ziemlich unsexy. Ausserdem, Ärzte haben schon auch mal Verständnis für die gelegentlichen Ausrutscher ihrer Patienten, doch wegen eines Saufgelages des nächtens aus dem Bett geholt zu werden ist verzichtbar.