Alkohol als akzeptierte Droge

Keine Droge ist so gefährlich für Männer wie Alkohol, vor allem wegen dessen weiter Verbreitung in den westlichen Kulturen. Man schätzt alleine in Österreich 330 000 chronische Alkoholiker. Doch man muss nicht chronischer Alkoholiker sein, um sich als Mann mit Alkohol selbst zu schaden (=>siehe unten!); ganz abgesehen von den vielen Verletzten im Strassenverkehr, die durch alkoholisierte Lenker verursacht werden.
Alkohol IST eine Droge, besitzt ein Suchtpotenzial und den Hang zur Gewöhnung. Und Alkohol ist eine psychotrope Substanz, man verändert damit BEWUSST die Wahrnehmung und die Befindlichkeit.
Mein Frage an die Politiker: warum, sehr geehrte Herren und Damen, wird mit Alkohol so zimperlich umgegangen? Ich vermisse jede Form der Kriminalisierung, ganz im Gegenteil, man bekommt sogar den Eindruck, dass je "besser" die Gesellschaft umso mehr Alkohol fliesst.
Nichts gegen die Kriminalisierung des Dopings, nichts gegen die Kriminalisierung des Nikotins, warum aber nicht auch des Alkohols?
Die Dämonisierung von Suchtmitteln wird relativiert, wenn man deren Thematisierung und deren Auswahl dem Zufall überlässt, wenn offensichtlich mit zweierlei Mass gemessen wird.
Die vielen alkoholisierten Jugendlichen im Linzer Donaupark sind nicht Grund genug, sich Gedanken zu machen, ganz abgesehen von dem Dreck, den sie zurücklassen.
Statt dessen rüstet die Alkohollobby auf. Ein Haushalt ohne selbsternannten Somelier/ière (auch Frauen sind inzwischen schon Weinkenner!) oder einen eigenen Weinschrank oder gar -keller ist doch gar kein richtiger Haushalt mehr!

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