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Drogen verändern die Bewusstseinslage

Drogen verändern die Bewusstseinslage, gerade deshalb - und nur deshalb - werden sie konsumiert. Sie können die Bewusstseinslage momentan und für kurze Zeit verändern, bei regelmäßiger Konsumation auch auf Dauer. Diese dauerhafte Veränderung der mentalen Befindlichkeit ist die Folge einer meist irreversiblen Beschädigung des Gehirns. Folgen wie "Null-Bock-Syndrom" oder wahnhafte

Vorstellungen bedürfen meist eine psychiatrischen Intervention unter Zuhilfenahme von Psychopharmaka. Eine Heilung ist kaum mehr möglich.

 

Drogen verändern auch unsere Gesellschaft. Sie tun dies, weil ihre Konsumation nicht nur bagatellisiert wird, sondern geradezu verherrlicht. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass sie ein Indikator sind für die Fadesse der wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft. Dabei sind Eltern Wegweiser für Ihre Kinder. Wenn man Gehörtem wirklich Glauben schenken kann, gibt es unter den  Sprösslingen  besserverdiendener Gesellschaftsschichten kaum mehr Zusammenkünfte ohne Drogen. Die werden dann ganz öffentlich konsumiert. Normal ist eben, was einem schon die Eltern vormachen.

 

Für den Mann als Kollektiv sind Drogen jeder Art desaströs. Die wenigen positiv connotierten Auswirkungen wie die Intensivierung des orgiastischen Erlebens werden durch die Beeinträchtigung der Sexualfunktionen und der Androgenizität (das männliche Erscheinungsbild) mehr als wettgemacht.

Was bleibt hat wenig mit einem Mann zu tun, eher mit einem Trauerspiel.

 

Der nebenstehende Zeitungsartikel stammt aus dem "Standard" im Dezember 2016 und ist der Anlaß für diese mene Stellungnahme.

Für mich ist es erschreckend, in welch riesigen Mengen Suchtgifte wohl konsumiert werden müssen, damit man sie im Abwasser nachweisen kann.

Ganz abgesehen von der schädlichen Wirkung auf den Konsumenten werden im Abwasser befindliche Gifte auch ins Grundwasser gelangen und getrunken werden.

Somit ist eine Fremdschädigung nicht mehr aus zu schliessen, was der Sache eine weitere, fast tragische, Dimension verleiht.


 

Dr. Georg Pfau im Dezember 2016

 

 

 


 



 
 
 
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