Problem1: zu GERINGE Körperbehaarung
Gerade an den Wünschen rund um die Haarpracht sieht man die Mannigfaltigkeit der unterschiedlichen Schönheitsideale von Männern an sich selbst. Wie man sich selbst gefällt, seine Wirkung auf das bevorzugte Geschlecht beurteilt, nennt man die Sexuelle Identität. Und die Haare sind für die sexuelle Identität von Männern von eminenter Bedeutung, - sie sind narzistisch besetzt! Die Körperbehaarung unterliegt einer sehr divergierenden Beurteilung. Die meisten Männer, vor allem die, die genug davon haben, scheuen keine Mühen, sie zu vermindern...doch nicht alle Männer folgen diesem Trend. Männer, die nichts zu trimmen haben, wollen gerne mehr Haare haben, wahrscheinlich um sie zu trimmen....
Tatsächlich sind Männer mit dem Wunsch nach mehr Körperbehaarung nicht so selten in meiner Praxis. Sie fühlen sich meistens nicht "männlich" genug, glauben auch, zu jung auszusehen. Wie immer geht es auch hier um die subjetive Beurteilung der eigenen Chancen beim bevorzugten Geschlecht, es geht um die Aquirierung von Sexualpartnerinnen. In der Tat ist ein unbehaarter Männerkörper jungenhafter, wahrscheinlich ist das einer der Hauptgründe, warum ältere Männer ihr Körperhaar vermindern, eben um jünger auszusehen...
Die Frage ist nun, kann man die Körperbehaarung födern und - wenn schon - wie?
In der seriösen Medizin gibt es wenige Ansätze für eine geeignete Therapie. Weil es sich hier um eine Störung der sexuellen Identität handelt, neigt man dazu, eher eine Psychotherapie zu empfehlen. Das Ziel ist eine bessere Akzeptanz des eigenen Körpers, eben eine gefestigte sexuelle Identität.
Als Endokrinologe ist mir bekannt, dass Hormonbehandlungen als Nebenwirkungen häufig - nicht immer!- eine Vermehrung des Körperhaars bewirken. Das wäre ein Therapieansatz, der aber in jeden einzelnen Fall auf seine medizinische Indikatin geprüfte werden muss.
Versprechen kann man jedenfalls nichts, man kann sich nur überraschen lassen!