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Doping

Grundsätzlich...

Grundsätzliches sollte gleich am Anfang klargestellt werden. Ich habe zwar in meiner Praxis, wie viele andere Ärzte auch, mit Hormonen zu tun, setzte diese aber ausschliesslich nach den Regeln der ärztlichen Kunst ein.

Hormonsubtsitutionen sind nur dann indiziert, wenn an einem oder mehreren Hormonen ein Mangel besteht, der selbstverständlich laborchemisch nachgewiesen wurde und zu dem die Symptome passen. Jeder Mann soll seine Hormone bekommen, wenn er sie braucht, der Vorenthalt von Hormonbehandlungen ist gleichermassen ein ärzticher Kunstfehler wie die Verabreichung ohne medizinische Indikation!

 

Eigenbild: ich behaupte mit nur einem Blick zu erkennen, ob ein Training mt oder ohne Hormone erfolgreich war.

© Georg.Pfau

 

Mit "Doping" habe ich nichts am Hut! Ich gebe hormongesunden Männern keine Hormone zur Leistungssteigerung oder zum Muskelaufbau, ich sympathisiere auch nicht mit denen, die dies tun. Ganz im Gegenteil, ich distanziere mich von diesem Unwesen. Die Behandlung mit Hormonen muss dem Arzt überlassen werden, nur er ist gesetzlich dazu befugt und hat das erforderliche Know-How. Sollten Sie an meinem Rat Interesse haben, dann können Sie gerne zu mir in die Praxis kommen. Ich werde Sie aber nicht beraten, wie Sie am besten dopen können. Ich bin gerne bei Ausstiegstherapien behilflich, auch dann, wenn Sie sich durch unsachgemäße Selbstbehandlungen bereits Schaden zugefügt haben, denn auch dies ist Sache des Arztes, "Betreuungen" von dopenden Sportlern lehne ich ab.


DOPING kontrovers

Leider hat sich die Politik des Dopings angenommen. Kaum war dies passiert, war jede seriöse Diskussion untergraben. Ich werde hier nicht Stellung beziehen, überlasse die Meinungsbildung jedem einzelnen Leser, weise aber darauf hin, dass dieses Thema gerade von Fachleuten kontroversiell diskutiert wird.

Empört sind einmal mehr diejenigen Leute, die Äpfel mit Birnen vergleichen und sich ahnungslos stellen.

Werter Leser, Hand aufs Herz, "dopen" Sie nicht? Versuchen Sie nicht mit den verschiedensten Substanzen in den Stoffwechsel Ihres Körpers einzugreifen, mit dem Ziel, die Befindlichkeit zu verändern. Mit Alkohol, mit Nikotin, Kaffee, Psychopharmaka oder anderen Substanzen, die Sie vielleicht sogar ganz legal bezogen haben? (Denke da an Viagra & Co. etc...!).

Richtig! Kaffee steht nicht mehr auf der Dopingliste, Coffein wurde gestrichen, denn da würde man zu breite Kreise der Bevölkerung "kriminalisieren". Alkohol führt zwar nicht unbedingt zu einer Leistungssteigerung, ist aber eine psychotrope Substanz, die die Befindlichkeit verändert, kein Doping?

Hier beginnt und endet die Diskussion wegen einer Unseriosität an der Sache selbst. Welche Art von Doping nun kriminell ist und welche nicht...beschliesst der Nationalrat!! Es ist nun mal so, Gesetze werden beschlossen und an die hat man sich zu halten. Die Voraussetzung ist allerdings, diese Gesetze auch zu kennen...und dafür muss man sie gelesen haben! Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

Lesen Sie den folgenden Artikel der Presse vom 11. Dezember 2008, er beweist die kontroversiellen Sichtweisen rund um Doping.


 

Anabolika im Sport

Die Verwendung von anabolen Substanzen greift in hohem Maß in die Biochemie des Organismus ein. Die Belohnung für die damit verbundenen Risken soll entweder ein Wettbewerbsvorteil oder ein schöner Körper sein. Und das ist zu recht verboten!

Es kann nicht sein, dass medizinische Laien mit Hormonen oder hormonähnlichen Substanzen handeln oder sie an Dritte weitergeben, die sie nicht mal kennen! Die Voraussetzungen, unter denen Hormone in der Medizin verwendet werden dürfen sind genau geregelt. Es bedarf einer Fachkompetenz, einer Diagnose, einer Indikation und dann erst dürfen Behandlungen durchgeführt werden. Dafür muss man einen Patienten untersuchen, Bluttest veranlassen...Befunde schreiben, denn der Grund für eine Hormonbehandlung muss jederzeit belegbar sein!

Ich fühle mich der seriösen Medizin verpflichtet und kenne auch die gesetzlichen Bestimmungen der Republik Österreich, die Doping, auch im privaten Bereich unter hohe Strafe stellen. Grundsätzlich gebe ich nur solchen Männern Hormone, die an einen Mangel an Hormonen leiden oder durch diesen Mangel an Hormonen in ihrer Befindlichkeit gestört sind. Ich rate niemandem zur unkontrollierten Verwendung von Hormonen und animiere auch nicht dazu, ganz im Gegenteil, ich warne vor gesundheitlichen Schäden, die durch die nicht indizierte Verwendung von Hormonen verursacht werden können. Die Verwendung von Schwarzmarktpräparaten verletzt in mehrerer Hinsicht die Gesetze der Republik Österreich, ganz abgesehen von den damit verbundenen Gefahren, die durch verunreinigte Präparate drohen können.

Als Fachmann für Hormone bin ich oft mit Männern konfrontiert, die dopen oder gedopt haben. Meine Aufgabe als endokrinologisch tätiger Männerarzt sehe ich in der Beratung des Probanden mit dem Ziel der Risikominimierung und der Beendigung verbotener "Behandlungen". Beratungen dürfen nicht als Duldung oder Verbrüderung mit den Dopenden oder gar Förderung des Dopings missverstanden werden.

Zum Bild: Kraftsport braucht ausreichend Testosteron. In der Regel haben gesunde Männer genug davon.

 

 

Mein Angebot an Männer, die Hormone verwenden oder verwendet haben:

Ich rate jedem Mann, der ohne medizinische Indkation Hormone verwendet oder jemals verwendet hat zu einem Check. Eine normale Gesundenuntersuchung ist hierfür nicht geeignet. Selbstverständlich unter Wahrung der Diskretion und der ärztlichen Schweigepflicht. Hier geht es um IHRE Gesundheit! Zögern Sie nicht, denn wenn`s zu spät ist, ist`s zu spät!

Fragen? +43 699 1788 70 50 oder georg.pfau@me.com


Sport braucht Hormone, aber keine Anabolika!!

Jeder Mann verfügt über zwei anabole Hormone, ohne die Sport und Muskelaufbau nicht möglich wäre. Dies ist zwar eine etwas plakative Darstellung, sie kommt der Realität aber sehr nahe. Weil die Quelle des wirksameren der beiden muskelaufbauenden Hormone, des Wachstumshormons allerdings sehr bald versiegt, bleibt uns Männer noch unser Testosteron. Gesunde Männer verfügen über genügend Testosteron. Die Zufuhr von exogenem Testosteron ist in solchen Fällen medizinisch ein Kunstfehler und auch auch ein strafbares Delikt. Berechtigterweise muss man sagen, weil sich diese Männer selber schaden und das Volksvermögen mit ihren Krankheiten belasten.

Muskelaufbau benötigt große Mengen von Testosteron, über die meistens nur der gesunde, sehr junge Mann verfügt. Der Körperbau eines Mannes hängt massgeblich mit der Testosteronausstattung zusammen, auch mit der Dichte der Testosteronrezeptoren und noch ein paar anderen genetisch bedingten biochemischen Parametern. Mit dem mit zunehmendem Alter fallenden Testosteronspiegel mögen die Sexualfunktionen durchaus erhalten bleiben, die Bereitschaft zum Muskelaufbau wird deutlich flacher und verschwindet schliesslich vollends, wenn der Testosteronspiegel auf unter 5.0 ng/ml abfällt. Weil aber das Muskeldefizit des älteren Mannes die häufigste Ursache für Invalidität im Alter ist, kann Muskelaufbau durch Testosteron eine therapeutische Dimension haben. Selbstverständlich gibt es auch junge Männer, die an Hormonmängel leiden können. Jede Indikation zur Therapie mit Testosteron ist an strenge Regeln gebunden, denen jeder Arzt verpflichtet ist. Nicht-Ärzte dürfen grundsätzlich keine Behandlungen durchführen.


Arzt, Diskretion und Vertrauen

Anabolika werden üblicherweise in Selbstmedikation verabreicht. Dies kritisiere ich zwar ausdrücklich, (denn dabei kommt es zu häufigen Zwischenfällen!), doch war es laut Dopinggesetz die einzige legale Möglichkeit, sich selbst Dopingmittel zu verabreichen. (Anmerkung: der Sportler, der sich selbst Testosteron oder Anabolika auch ohne medizinische Indikation verabreicht, konnte tatsächlich nicht belangt werden. Dies hat sich inzwischen jedoch geändert. Eine Gesetzesnovelle aus dem Jahre 2010 belegt nun auch die Selbstbehandlung mit empfindlichen Strafen.)

Wie oben schon ausführlich beschrieben, verläuft meine Tätigkeit nach den strengen Regeln der ärztlichen Ethik; in meiner Praxis bekommt man keine Anabolika.

Sehr gerne stelle ich allerdings meine reiche Erfahrung in Fragen der Männerendokrinologie ratsuchenden Sportlern zu Verfügung, selbstverständlich unter strikter Wahrung der gebotenen und gesetzlich garantierten Diskretion. Das Ziel einer solchen Konsultation ist die Risikominimierung und der Ausstieg aus der Dopingpraxis. Im Gegenzug erwarte ich mir eine auf Vertrauen basierende Gesprächsbasis. Nur die ganze Wahrheit erlaubt dem Arzt, die richtigen Schlüsse zu ziehen.


Endokrinologie ist ein Spezialfach der Medizin

Die Lehre von den Hormonen (Endokrinologie) ist ein kompliziertes Spezialfach in der Medizin. Denn Hormone sind hochwirksame Substanzen, die durch eine Vielzahl von Wirkungen, Nebenwirkungen und Interaktionen gekennzeichnet sind. Die Beurteilung von Sinn, Unsinn oder Risken muss daher dem Fachmann vorbehalten bleiben, der über fundierte Kenntnisse und die erforderliche Erfahrung verfügt. Einschlägige Seiten im Internet und Informationen aus der „Szene“ sind häufig auf Ökonomie ausgerichtete Halbwahrheiten, die kritisch beurteilt werden müssen.


Doping als Ursache sexueller Störungen und von Unfruchtbarkeit

Die sexualmedizinische Sprechstunde bringt immer wieder offene Geheimnisse ans Tageslicht. Junge, durchtrainierte Männer leiden oft - mögen sie in der Öffentloichkeit noch so sehr das Gegenteil behaupten - an Sexualstörungen, die meistens durch Doping verursacht wurden.

Die zugeführten Substanzen führen zur Inaktivierung des Hodens, der Hypophyse und der übergeordneten Hirnareale. Die Folge sind funktionelle Störungen der Sexualität (z.B. Potenzprobleme), aber auch der Fortpflanzung.

Meine Aufgabe sehe ich darin, dies zu verhindern!


Störungen der sexuellen Identität als Ursache für Doping

Die nähere Sachkenntnis des Insiders sieht aber noch andere Motive für die Verabreichung von Anabolika als den Erwerb eines Wettbewerrbsvorteils bei Wettkämpfen. Junge, durchtrainierte Männern messen den Trainingserfolg sehr häufig nicht am Gewicht der gestemmten Hanteln, sondern im Spiegel. Das eigentliche Motiv ist hier eine "gestörte sexuelle Identität", die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Auch eine Störung der sexuellen Identität ist aus meiner Sicht eine Indikation für die Verabreichung von muskelaufbauenden Substanzen, denn auch hier handelt es sich nicht um Doping, sondern um Therapie. Leider wird auch diese Indikation für Anabolika durch das Doping-Gesetz kriminalisiert, die Patienten werden im Stich gelassen (=> siehe unten!)


Risken durch Verwendung anaboler Substanzen

Anabolika fördern den Aufbau von Eiweiß und daher auch von Muskulatur. Dabei gibt es allerdings unerwünschte Nebenwirkungen, die je nach Art, Dosis und Anwendungsdauer der verwendeten Substanzen unterschiedlich häufig und ausgeprägt auftreten. Wegen der Tabuisierung dieses Themas gibt es wenig seriöse Literatur über Anabolika. Das folgende Ranking entspricht meinen eigenen Erfahrungen mit vielen Sportlern.

Während der Anabolikaverwendung (in Abhängigkeit von der Dosis):

Abnorm hohe Testosteronspiegel mit entsprechender Symptomatik; Steigerung des Aggrenssionsverhaltens, abnorm hohe Östradiolspiegel mit Gynäkomastie; Inaktivierung der Hypophyse mit Verminderung der Samenqualität bis zur Azoospermie; Bluthochdruck bis zum Schlaganfallrisiko; Polyglobulie  (Eindickung des Blutes) in 25% der Fälle; Schrumpfung (Atrophie) der Hoden; Steigerung der Libido bis zur Sexsucht ; Psychische Veränderungen

In der Absetzphase (in Abhängigkeit von der Dosis und der Dauer der Anwendung):

Abnorm niedrige Testosteronspiegel; Beibehaltung der Gynäkomastie; verzögerte Aktivierung der Hypophyse; verminderte Spermaqualität; bestehen bleibender Bluthochdruck; sehr langsame Normalisierung der Polyglobulie; fehlende Größenzunahme der Hoden; Abfall der Libido bis zur Asexualität; mangelnde Penisverhärtung, psychische Veränderungen

Häufige Langzeitschäden (in Abhängigkeit der Dosis und der Dauer der Anwendung):

Permanente Inaktivierung der Hypophyse; Hodenatrophie mit Funktionsverlust; bestehen bleibender Testosteronmangel mit allen negativen Folgen bis zur Verminderung der Lebenserwartung; verminderte Spermaqualität bis zur Unfruchtbarkeit; Gynäkomastie, Störungen der Penisverhärtung


Warnung vor unsauberen Substanzen

Dass mann mit der medizinisch nicht indizierten Anwendung von anabolen Substanzen zangsläufig mit dem Gesetz in Konflikt kommen muss (weil es verboten ist!), habe ich bereits deutlich beschrieben.

Die Verwendung von Substanzen unklarer Herkunft birgt aber neben der Gefahr der Bestrafung noch andere erhebliche Risken! Hier steht Ihre Gesundheit am Spiel!

Ich kenne viele Fälle aus meiner Praxis, in denen am Schwarzmarkt besorgte Substanzen für gesundheitliche Probleme verantwortlich gemacht werden müssen. Konkret sehe ich immer wieder Spritzenabszesse, manche Bodybuilder berichten von Fieberschüben nach Selbstverabreichung von Anabolika, in einem ganz speziellen Fall kam es zu einer Gehirnhautentzündung (Meningitis).

"Der Standard" berichtet im Januar 2009 von einem Skandal mit verseuchten Präparaten. Man sollte aus dieser traurigen Erfahrung Lehren ziehen!

In den 80-er Jahren gab es in Frankreich einen Skandal, weil Ärzte - natürlich unwissentlich - verseuchtes Wachstumshormon verabreicht haben. Die Präparate waren mit dem Erreger der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit infiziert, viele der behandelten Kinder sind inzwischen verstorben.

Trotz des Freispruches der Ärzte (die aus bestem Wissen gehandelt haben!) lehrt uns dieser Fall, dass durch aus Leichen gewonnenen Hormonpräparaten gefährliche Erkrankungen übertragen werden können.

Daher mein Rat: Hände weg von Schwarzmarktpräparaten!


KOMMENTAR zum neuen Anti-Doping-Gesetz

Das neue Anti-Doping-Gesetz ist ein Gesetz des Jahres 2008. Die erste größere Novelle gab es 2009. Der gesamte Text kann im Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes downgeloadet werden (<//a>).www.ris@bka.gv.at

Es ist natürlich richtig, dass die Verwendung von leistungssteigernden Substanzen im Breitensport in den letzten Jahren um sich gegriffen hat. In vielen Fällen sind solche Substanzen tatsächlich die Ursache von gesundheitlichen Schäden. Gesundheitliche Schäden sind aber immer die Folge unsachgemäßer Anwendung durch Laien, denn Hormone sind nicht von vorne herein „besonders gefährliche Substanzen“, wie dies im Gesetzestext immer wieder fälschlich behauptet wird. „Unsachgemäße Anwendung“ bedeutet fehlende Indikation, zu hohe Dosen, zu lange Zeitdauer der Behandlung, die Verwendung unsauberer Schwarzmarkprodukte und das Fehlen kompetenter medizinischer Beratung und Kontrollen. Dies alles trifft in weiten Bereichen zu, weil aber "Selbstdoping" zunächst straffrei blieb, hat auch dieses Gesetzz kaum Abhilfe geschafft.

 

Selbstdoping bleibt NICHT MEHR straffrei

Das Antidopinggesetz wurde inzwischen (schon wieder!) novelliert. (Anm. des Autors: Nur schlechte Gesetze müssen ständig novelliert werden, obwohl sie gerade einmal ein Jahr in Kraft sind.)

Bis zu dieser Novelle galt folgende Regelung (die aber nicht mehr gültig ist!!):

Absatz 1 enthält den Grundtatbestand: „gerichtlich strafbar ist das In-Verkehr-Setzen von Wirkstoffen und deren Anwendung bei Anderen sowie (neu) das Blutdoping“. Ausdrücklich ausgenommen blieben Sportler, die selbst dopen. Gerade das Selbstdoping war aber die Grundlage für unsachgemäße Anwendung, da der Konsument mit den (illegal) bezogenen Substanzen sich selbst überlassen wird. Der Sportler gibt sich seine Spritzen unter Anleitung von Trainingskollegen im Bewusstsein, nichts Verbotenes zu tun. Dies kann nicht der Sinn dieses Gesetzes sein!?

Dieser meiner Meinung hat sich nun offenbar auch der Gesetzgeber angeschlossen: ab August 2009 ist auch das Selbstdoping nicht mehr straffrei. Sportler, die sich selbst Substanzen zur Leistungsstiegerung oder zum Muskelaufbau verabreichen, werden nun nach dem Betrugsgesetz gerichtlich belangt.

Diese Novelle scheint in der Szene noch nicht bekannt zu sein!

Die Stärkung des Muskelwachstums im Zusammenhang mit Bodybuilding“ wird ausdrücklich als „Doping“ bezeichnet und somit kriminalisiert, selbst dann, wenn es als Freizeitvergnügen gedacht ist. Das sollte jeder Sportler wissen!


Muskelaufbau aus dem Motiv einer Störung der „Sexuellen Identität“

Ein beabsichtigter Muskelzuwachs dient aber nicht immer der Leistungssteigerung, sondern viel häufiger der Attraktivierung des eigenen Körpers. Das Ergebnis wird nicht am Gewicht der gestemmten Hanteln gemessen, sondern im Spiegel. Man möchte es kaum glauben: das häufigste Motiv für Muskeltraining ist nicht die Verbesserung der Siegeschancen bei Wettbewerben, sondern die eigene Eitelkeit. Ein muskulöser Körper stärkt die „Sexuelle Identität“ der Männer und deren Selbstbewusstsein. (Unter „sexueller Identität“ versteht man das Selbstverständnis im eigenen Geschlecht, „wie fühlt man sich als Mann oder als Frau“; „Störungen der sexuellen Identität“ sind in der Sexualmedizin als  eigene Diagnose aufgelistet). Muskulatur ist bei Männern narzistisch besetzt, hat also eine ähnliche Bedeutung  wie die Brust für eine Frau. Als Sexualmediziner bin ich mir dessen bewusst, dass eine „Störung der sexuellen Identität“ fachgerecht einer Sexualtherapie, also einer Psychotherapie, zugeführt werden sollte. Diese Möglichkeit zur Therapie wird leider kaum wahrgenommen, teils weil es zu wenige Sexualmediziner gibt, auch weil darüber zu wenig informiert wird.

 

Hormone sind nicht grundsätzlich gefährliche Substanzen

„Hormone“ werden immer wieder als „besonders gefährliche Substanzen“ bezeichnet. Dies verunsichert den Patienten und ist blanker Unsinn. Hormone sind körpereigene Substanzen, die nur bei unsachgemäßer Anwendung gefährlich werden können. Meistens bedeutet „unsachgemäße“ Anwendung Überdosierung oder die Verwendung minderwertiger Schwarzmarktprodukte. Die Anwendung von Hormonen ist aber schon jetzt korrekterweise Sache des Arztes, die Beschaffung Sache des Apothekers, da brauchen wir keine neuen Gesetze.

Die Hemmung der Hypophyse bei der Gabe von Androgenen und Steroidanabolika ist ein Faktum, kann aber nicht schädlicher sein als die jahr-(zehnte-)lange Einnahme der Pille durch eine Frau.  Auch hier wird über die Hemmung der Hypophyse der Eisprung verhindert und das oft jahrelang und ohne Unterbrechung.

Selbst für ganz normale Nahrungsmittel gilt: unsachgemäße Anwendung führt zu schweren Gesundheitsschäden. Denken Sie an den übermäßigen Genuss von Kohlenhydraten und Fetten, die zu Übergewicht, Arteriosklerose und Diabetes führen. In Analogie zu diesem Gesetz müsste man „Übergewicht“ wegen dessen volksgesundheitsschädigender Wirkung verbieten, den Vertrieb von Zucker unter Strafe stellen. Dies wäre aber ebenso Unsinn, denn Zucker ist nicht zwangsläufig schädlich, sondern ebenfalls nur bei unsachgemäßer Anwendung, wie zum Beispiel bei Übergenuss.

 

Resumée:

Wie auch immer, der gute Wille dieses Gesetzes soll nicht angezweifelt werden. Wir brauchen ein Anti-Dopinggesetz und wirksame Kontrollen. Um die Turiner Ereignisse zu verhindern, hätte es einiger kleiner Korrekturen bedurft und vor allem einer konsequenteren Umsetzung der bestehenden Gesetze. Doping im sportlichen Wettkampf muss aus Fairnessgründen verboten sein und auch bleiben.

Der eigentliche Fehler des Gesetzes besteht darin, Hormone grundsätzlich zu kriminalisieren. Sie sind zwar hochwirksame Substanzen, für "gefährlich" halte ich sie aber nur in den Händen von Laien und Geschäftemachern.

Zusammenfassend komme ich zu dem Schluss, dass dieses Gesetz von Dopingjägern gemacht wurde, die leider wesentliche Aspekte der Hormonbehandlung außer Acht lassen. Auch dieses Gesetz ist ein Anlassgesetz, soche Gesetze haben meistens ihre Mängel.

 
 
 
ES IST MIR WICHTIG DARAUF HIN ZU WEISEN, DASS ICH ALS AUTOR DIESER WEBSITE UNABHÄNGIG BIN. DIESE WEBSITE IST VON NIEMANDEM GESPONSERT ODER UNTERSTÜTZT, SIE FINANZIERT SICH AUS MEINER TÄTIGKEIT ALS ARZT UND DIEJENIGEN PATIENTEN, DIE ÜBER DIESE HOMEPAGE DEN WEG IN MEINE PRAXIS FINDEN. SIE WERDEN DAHER AUCH KEINERLEI WERBUNG ODER POP-UP`s FINDEN. ES GIBT KEINE VERPFLICHTUNG ZUR RÜCKSICHTNAHME AUF DRITTE, ZUM BEISPIEL PHARMAFIRMEN ODER ANDERE POTENZIELLE GELDGEBER. ICH FÜHLE MICH DER WISSENSCHAFT VERPFLICHTET UND MEINEM GEWISSEN.