Leistenbruch
Das Erscheinungsbild des Leistenbruches kommt auch bei Frauen vor, ist aber bei Männer wesentlich häufiger. Es ist also für Männer nicht geschlechtsdifferenzierend, aber sehr wohl geschlechtstypisch.
Und das hat seinen Grund in der Anatomie des Mannes! Weil ein Teil seiner Geschlechtsorgane ausserhalb der Bauchhöhle liegen, musste Mutter Natur in die straffe, muskulöse Bauchwand des Mannes zwei Löcher einbauen: für die Verorgungslleitung der Hoden, den Samenstrang.Durch diese Löcher werden die Hoden mit Blut versorgt und umgekehrt wird der Samen aus der Samenfabrik zurück in den Körper verfrachtet, damit er bei Bedarf auch zur Verfügung steht.Diese beiden Löcher sind nun die Wurzel allen Übels, denn sie können sich erweitern und dann passiert es, daß sich Darmschlingen bis in den Hodensack vorschieben. Das nennt man dann Leistenbruch, obwohl in Wirklichkeit gar nichts "gebrochen" ist, sondern lediglich eine Erweiterung der beiden Leistenringe eingetreten ist. Bild: Schemetische Darstellung eines Leistenbruches: durch den Leistenring, der eigentlich nur für den
Samenstrang gedacht ist, schiebt sich eine Darmschlinge mehr oder weniger weit Richtung Hodensack. Sie kann dort auch eingeklemmt werden....Gott sei Dank sieht man es nur selten, dass sich diese Darmschlingen im Leistenring einklemmen. Sollte dies dennoch passieren wird der Leistenbruch zu einer gefährlichen Krankheit, die einer sofortigen Notoperation unterzogen werden muß.
Manche Männer leiden noch nicht an einem Leistenbruch, haben aber eine Veranlagung dazu. Deshalb sollte jeder Mann darauf drängen, daß bei der Gesundenuntersuchung auch seine Leisten einer Begutachtung unterzogen werden.